Heiße Phase beginnt
01.09.2010 | 17:13 Uhr 2010-09-01T17:13:00+0200
Gelsenkirchen. Armin Laschet oder Norbert Röttgen? Für die 1100 Gelsenkirchener Christdemokraten geht’s beim Mitgliederentscheid über den künftigen NRW-Chef der Union in wenigen Tagen in die heiße Phase.
Am Mittwoch, 8. September, stehen ihnen die beiden Kandidaten im Bottroper Saalbau bei der Runde fürs Ruhrgebiet Rede und Antwort; der Auftakt fand am Mittwochabend in Münster statt. Ihre Stimme abgeben können die CDU-Mitglieder dann allerdings erst in einem Monat.
„Anfang Oktober gehen die Briefwahlunterlagen raus“, sagt CDU-Kreisgeschäftsführer Ludger Jägers . Und am 31. Oktober gibt es einen richtigen Urnengang: Mitglieder können an diesem Sonntag zwischen 11 und 17 Uhr ihre Stimme in der Kreisgeschäftsstelle Munckelstraße abgeben.
Und wer ist Favorit in Gelsenkirchen? CDU-Vorsitzender Guido Tann kann sich vorstellen, dass Norbert Röttgen die Nase leicht vorne hat. Er selbst will sich erst nach dem Aufeinandertreffen von Laschet und Röttgen in Bottrop entscheiden.
Was dem Parteichef wie auch dem Fraktionsvorsitzenden Werner Wöll Sorge bereitet, ist das ähnliche Profil der Kontrahenten. Beide bedienten eher den liberalen, großstädtischen Flügel der Union. „Aber wo bleibt da unser Stammklientel, wo bleiben unsere wertkonservativen Mitglieder?“, fragt (nicht nur) Guido Tann.
Werner Wöll begrüßt es, dass in dieser „herausgehobenen Personalentscheidung“ die Basis das Wort hat. Grundsätzlich müsse dieses Instrument aber die absolute Ausnahme bleiben, sagt er.
Vor 15 Jahren habe es schon einmal ein solches Verfahren gegeben, erinnert sich Wöll: 1994 setzte sich Helmut Linssen als CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl gegen Norbert Lammert durch.
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