Heisig erinnert an notwendige Standards

Es seit gut zu lesen, dass „verhärtete Fronten aufgeweicht“ werden konnten, schreibt Sozialpfarrer Dieter Heisig in seiner Stellungnahme zum Bericht über den aktuellen Stand zum GE Appell. Aber „das kann natürlich nur eine Etappe auf dem Weg vom Gelsenkirchener Appell zum Gelsenkirchener Modell sein“. Einige Hürden hätten vielleicht genommen werden können, aber etliche stünden noch im Weg. Nicht ohne Grund habe die Initiative zum GE-Appell Mindeststandards formuliert. Heisig zählt auf: „Wir brauchen eine Laufzeit von fünf Jahren, damit Menschen, die lange Zeit ausgeschlossen waren, eine realistische Chance haben, ihre Lebensbedingungen wirklich verbessern zu können. Wir brauchen eine ordentliche Bezahlung und Sozialversicherung für die arbeitenden Menschen.“ Um wenigstens eine kleine Chance zu haben, der Altersarmut zu entkommen. Vor allem gehe es nicht „um irgendeine Arbeit um jeden Preis“, sondern um Tätigkeiten und Projekte, von denen sowohl die dort Arbeitenden als auch die gesamte Stadtgesellschaft einen positiven Nutzen haben. Heisig: „Qualitätsstandards müssen nicht erst erarbeitet werden: sie existieren bereits. Und die weitere Ausgestaltung des Weges vom Appell zum Modell darf nicht nur in den Händen von Fachleuten, Expertenrunden und Verwaltungen liegen.“ Alle Gelsenkirchener seien gefordert, sich einzubringen. „Dass dabei kein Platz sein darf für einseitige Profilierungsversuche oder Instrumentalisierungen sollte sich von selbst verstehen.“ Die Initiative, so Heisig, werde auch am Ball bleiben.