Heim-Skandal - Stadt Gelsenkirchen rechnet mit langem Rechtsstreit

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Nächste Personalie im Gelsenkirchener Jugendamtsskandal:; Der Personalrat der Stadt hat der außerordentlichen Kündigung des stellvertretenden Referatsleiters zugestimmt.

Gelsenkirchen.. Im Jugendamtsskandal will und wird sich die Stadtverwaltung so schnell wie möglich von der beschuldigten Amtsspitze trennen. Mit Referatsleiter Alfons Wissmann wurde zum 31. Juli – ohne weitere finanzielle Leistungen – bekanntlich ein Aufhebungsvertrag geschlossen, die Trennung von seinem Stellvertreter Thomas Frings wird wohl langwieriger.

Frings, wie Wissmann vom Dienst suspendiert, hat sich mittlerweile über einen Anwalt zu Wort gemeldet und in einer Stellungnahme offenbar sämtliche Vorwürfe zurückgewiesen. Beide Stadtmitarbeiter sollen ihre Position zum eigenen Vorteil missbraucht haben, die Verflechtungen gehen wohl weit über die Verwaltung hinaus.

Gegen Frings wurde die außerordentliche Kündigung ausgesprochen. Der Personalrat, heißt es, habe Montag den „arbeitsrechtlichen Maßnahmen gegen Frings zugestimmt“. Nach Anhörung und tatsächlicher Kündigung rechnet man seitens der Stadt nicht unbedingt mit einer schnellen Trennung: „Den Rest müssen wohl die Gerichte klären.“