Haydn tritt in den Dialog mit dem Tango

Haydn tritt in den Dialog mit dem Tango. Am Sonntag, 25. Januar, 18 Uhr, erklingen unter Leitung von Generalmusikdirektor Rasmus Baumann im Kleinen Haus des Musiktheaters Werke von Astor Piazzolla und Joseph Haydn. Daneben steht die Uraufführung des Konzertes für Bandoneon, Violoncello und Orchester des gebürtigen Argentiniers Daniel Binelli auf dem Programm der Neuen Philharmonie.

Der tänzerische Furor von Haydns Musik warf einst die höfischen Modelle über Bord: Statt galanter Menuette bekam sein Publi-kum die derb aufstampfende Ausgelassenheit des „Deutschen Tanzes“ zu hören. So auch in seiner Sinfonie Nr. 93, die schon im ersten Satz mit einem beschwingten Tanzthema in die Beine fährt. Kaum still sitzen werden die Hörer auch bei den Königen des argentinischen Tangos, Astor Piazzolla und Daniel Binelli, seinem Freund und Interpreten, der weltweit als Virtuose des Bandoneons und Komponist gefragt ist. Für die Neue Philharmonie Westfalen schrieb Daniel Binelli ein neues Werk, das das Feuer von Piazzollas heißblütig-nostalgischen Tangos weiterträgt. Und dass dem Bandoneon hier als Solopartner das Cello (Alexander Hülshoff) zur Seite steht, hätte Haydn, Komponist eines Standard-Cellokonzerts, sicherlich besonders überrascht.

Karten gibt es an der Abendkasse des MiR für 17,50 Euro.