Happy Birthday, Elvis!

3000 Stücke zählt die Sammlung des Elvis-Presley-Initiativkreises Gelsenkirchen.
3000 Stücke zählt die Sammlung des Elvis-Presley-Initiativkreises Gelsenkirchen.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Heute wäre der „King of Rock’n Roll“ 80 Jahre alt geworden. Das von ihm auch 35 Jahre nach seinem Tod noch eine große Faszination ausgeht, wird an den Interviewanfragen deutlich, die in den vergangenen Tagen und Wochen bei Sammler Andy Schröer eingegangen sind.

Gelsenkirchen.. Hier lebt der King für immer! Ausgerechnet in Gelsenkirchen findet sich die größte Sammlung von Erinnerungsstücken von Elvis Aaron Presley diesseits des Atlantiks. Rund 3000, die Schallplatten nicht mitgerechnet, haben Andy Schröer, Oskar Hentschel und Michael Knorr in drei Jahrzehnten zusammengetragen. Bislang. „Das Kapitel ist für mich nicht abgeschlossen – nie. Ich recherchiere und suche heute noch“, sagt Andy Schröer.

Der Medizintechniker ist Elvis-Fan, seit er im Alter von zehn Jahren vor dem Radio hockte und die Rock’n Roll Musik mit dem Kassettenrekorder aufnahm. Seitdem sammelt der heute 49-Jährige auf der ganzen Welt Souvenirs vom „King“.

Juke-Box spielt auf Knopfdruck Single-Platten ab

Heute wäre der „King of Rock’n Roll“ 80 Jahre alt geworden. Das von ihm auch 35 Jahre nach seinem Tod noch eine große Faszination ausgeht, wird an den Interviewanfragen deutlich, die in den vergangenen Tagen und Wochen bei Schröer eingegangen sind. Quasi in Vertretung seines Idols berichtet der Gelsenkirchener über dessen Leben, zeigt originale Sammlerstücke, die auf dem Wohnzimmertisch ausgelegt sind: Schmuck, Brille, Gitarre. Es ist, als läge alles bereit für die Proben des „King“ am nächsten Tag.

Blickfang im Schröerschen Wohnzimmer ist ein Relikt aus der klobigen, analogen Welt: eine Juke-Box, die auf Knopfdruck Single-Platten abspielt. Als Kostprobe erklingt King Creole“. In vier großen Kunststoffbehältern finden sich Preziosen wie das Telefon, das Elvis während seiner Militärzeit in Deutschland benutzte, eine erstaunlich gut erhaltene Militärjacke, die erste Elvis-LP, „eine seltene Pressung“ (Schröer), die nur für die Ohren der GIs gedacht war. Ein abgewetzter Gitarrenkoffer beherbergt die Isana-Gitarre, die der „King“ 1958 mit einem Verstärker versah. Schröer kann zu jedem Stück eine Geschichte erzählen. Geschichten, die er von Mitgliedern der Original Elvis-Band James Burton (git.) und Ronnie Tutt (dr.) erfahren hat. Sie begleitet der Gelsenkirchener auf ihren Tourneen wie kürzlich nach Berlin. Oder von Verwandten, Sammlern, Freunden.

Der Ruhrturm in Essen hat Interesse gezeigt

Kein Wunder also, dass der Elvis-Presley-Initiativkreis Gelsenkirchen als Leihgeber für Elvis-Ausstellungen gefragt ist. So waren etwa Stücke aus der Sammlung im Gronauer Rock- und Pop-Museum ausgestellt und ab 6. März werden sie im Stadtmuseum Breda (NL) gezeigt, das damit des späteren Elvis-Managers „Colonel“ Tom Parker gedenkt, der in Breda geboren wurde.

Als Wanderausstellung sieht der 49-Jährige die Sammlung nicht, aber solange man keine festen Räumlichkeiten habe, sehe man sich als Leihgeber. Vielleicht ändert sich das bald. Der Ruhrturm in Essen hat Interesse gezeigt. An Besuchern wird es kaum mangeln.