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Gut in Fahrt

15.04.2011 | 12:00 Uhr
Gut in Fahrt
Öffentlicher Nahverkehr in Gelsenkirchen: Die Fahrscheinautomaten der Bogestra. Foto: Martin Möller / WAZ FotoPool

„Attraktivität erhöhen, Kundenakzeptanz steigern“: Diese Ziele hatte sich die Bogestra für 2010 gesetzt. „Mit dem Ergebnis sind wir ausgesprochen zufrieden“, sagten die Vorstandsmitglieder Dr. Burkhard Rüberg und Gisbert Schlotzhauer bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2010.

Das Nahverkehrsunternehmen verkündete einen neuen Rekord. 143,4 Millionen Kunden nutzten im letzten Jahr Bus und Bahn: eine Million mehr als 2009. „Und das trotz sinkender Bevölkerungs- und Schülerzahlen“, freut sich die Bogestra über ein Plus von 0,7 Prozent. Ganz im Gegensatz zum Verkehrsverbund RheinRuhr, der einen Rückgang von 0,9 Prozent meldet.
Wieviel Geld spülten die Kunden in die Kasse?

98,68 Mio. Euro — 3,5 Mio. mehr als im Vorjahr. „Und das, obwohl die für August vorgesehene Preiserhöhung erst zum 1. Januar in Kraft trat“, betont Finanzchef Dr. Rüberg. In diesem Jahr soll die 100-Mio.-Marke geknackt werden.
Reichen die Fahrgelder allein zur Finanzierung aus?

Bei Weitem nicht. Sie decken gerade die Personalkosten. 2010 überwiesen die Städte und Kreise im Betriebsgebiet 58,4 Mio. Euro an die Bogestra. Gelsenkirchen schulterte davon 16,4 Mio. Für 2011 sind Ausgleichszahlungen von 59,5 Mio. vereinbart.


Wie funktioniert das neue elektronische Einstiegskontrollsystem (eEKS)?

Nach anfänglichen Pannen werden die Geräte laut Bogestra „von den Fahrgästen akzeptiert“. Die Fehlerquote sei minimal. Nicht gültige Karten werden eingezogen – ab 1. Mai auch Tickets von anderen Verkehrsunternehmen.

Werd en Bus und Bahn bald wieder teurer?

Zum Jahresbeginn stiegen die Fahrpreise im Verkehrsverbund um 3,9 Prozent. Die Bogestra strebt eine erneute Erhöhung spätestens für 2012, möglicherweise schon für August an. Es gelte u.a., Rücksicht auf die kommunalen Haushalte zu nehmen.

Jürgen Stahl


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