Grundschüler schreiben Buch für I-Dötze in Gelsenkirchen

„Das erste Buch in Gelsenkirchen“ von Kindern für Kinder gemacht, wurde im Bildungszentrum an der Ebertstraße in Gelsenkirchen vorgestellt. Im Bild: Svea Naatz (Autorin Astrid-Lindgren-Schule) liest ihre Geschichte „V-Violine“ vor.
„Das erste Buch in Gelsenkirchen“ von Kindern für Kinder gemacht, wurde im Bildungszentrum an der Ebertstraße in Gelsenkirchen vorgestellt. Im Bild: Svea Naatz (Autorin Astrid-Lindgren-Schule) liest ihre Geschichte „V-Violine“ vor.
Foto: Michael Korte
Buch für Erstklässler wurde in Gelsenkirchen durch Sponsoren möglich. Ziel: Jedes Kind soll spätestens zu Schulbeginn ein eigenes Lesebuch besitzen.

Gelsenkirchen.. „Poah!“ und „Uiuiui!“ hört man. Niemand auf der Bühne. Die Viertklässler der geladenen Grundschulen kichern, bis Moderator Olaf Wiesten die Bühne des Bildungszentrums betritt und sofort beginnt, mit den Kindern Lieder zu singen. „Heute werden wir gemeinsam Vorlesen, denn Vorlesen verbindet, und zwar immer mindestens drei Leute: Denjenigen, der sich die Geschichte ausgedacht hat, mit dem, der sie vorliest – und denen, die sie anhören“, erklärt Oberbürgermeister Frank Baranowski.

„Das Erste Buch“ sind Geschichten und Bilder zu Buchstaben des Alphabets. Dieses Jahr nehmen schon zum zweiten Mal Viertklässler verschiedener Schulen aus Gelsenkirchen an diesem Projekt teil. Die Bücher werden an die Erstklässler der Grundschulen verschenkt.

14 Grundschulen beteiligt

In diesem Jahr haben 14 Grundschulen mit insgesamt 575 Viertklässlern mitgemacht und 1249 Bilder und Geschichten erstellt.

Ein großer Hauptsponsor ist die Sparkasse Gelsenkirchen. Bernhard Lukas, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Gelsenkirchen erklärte, dass es sehr wichtig sei, Kinder zu fördern, denn sie seien unsere Zukunft.

Die Bedeutung und die Hintergründe des Projektes erläuterte Albert Schmitt, Mitglied der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und Mitideengeber zum „Ersten Buch“. Man habe etwas machen wollen, was der Gesellschaft hilft und nicht von politischen Entscheidungen abhängig ist. Kurz: „Etwas aus komplett privater Initiative.“ Da es heute nicht mehr selbstverständlich sei, dass Kinder ein Buch besitzen, habe man dafür sorgen wollen, dass jedes Kind mindestens eins habe, wenn es in die Schule kommt. Und da am besten solche Geschichten Kindern erreichten, die von Kindern geschrieben wurden, habe es auf der Hand gelegen, dass man Schülerinnen und Schüler als Autoren gewinnt. „Man muss den Kindern zeigen, dass sie wichtig für die Gesellschaft sind“, ist Albert Schmitt überzeugt.

Manche Kinder malten auch Bilder

Jeder Schüler durfte sich im Unterricht einen Buchstaben aussuchen und dazu eine Geschichte erfinden. Die Kinder sammelten Ideen auf einem Zettel und schrieben anschließend die Geschichten. „V wie Violine’’, ist die erste Geschichte, die von der Autorin Svea Naatz (Astrid-Lindgren-Grundschule) persönlich vorgelesen wurde. „Nach zehn Minuten überlegen hatte ich schon die Hälfte’’, erzählte Svea, die sogar manchmal Gedichte schreibt. Zu den Geschichten wurde von anderen Kindern der Klasse Bilder gemalt. Moderator Olaf Wiesten präsentierte die Meisterwerke auf seine lustige Art und sorgte damit für viele Lacher.

„Macht es Spaß Bürgermeister zu sein?’’, „Werden in diesem Jahr neue Einrichtungen für Kinder gebaut?’’ Das waren Fragen, die Oberbürgermeister Baranowski den Kinder verständlich und mit Humor beantwortete. Er verriet sogar, dass es „Das erste Buch“ im nächsten Jahr wieder in Gelsenkirchen geben wird. Wenn die Sponsoren helfen.

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