Graphische Tonreliefs so filigran wie Papier

Die Künstlerin Doris Brändlein zeigt im Atelier JRS in Gelsenkirchen ihre neuen Werke.
Die Künstlerin Doris Brändlein zeigt im Atelier JRS in Gelsenkirchen ihre neuen Werke.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Schwarz-Weiß von Doris Brändlein ist bis zum 27. Juni im Atelier J.R.S. zu sehen. Die Vernissage ist morgen.

Gelsenkirchen.. Wer die Objekte von Doris Brändlein in der Ausstellung „Schwarz - Weiß“ betrachtet, vermutet zunächst Werke aus Papier vor sich zu sehen. Stattdessen aber handelt es sich um Ton. Die Künstlerin schafft es das plastische Material so zu verarbeiten, dass es leicht und filigran erscheint. Die spiral- oder wellenförmigen Objekte erwecken den Eindruck, als schwebten sie an den Wänden des Ateliers J.R.S..

Reliefs passen ins Konzept

Die graphischen Reliefs von Brändlein fügen sich ideal in das Konzept des Kunstraumes ein. „Wir haben hier klare Regeln. Es werden lediglich geometrisch-konstruktive Arbeiten ausgestellt, denn wir fügen immer eines unserer Werke mit hinzu. Und das muss passen“, erklärt Wolfgang Sternkopf.

Für Doris Brändlein kein Problem. „Das Objekt von Heinrich Jüttner hat mir sofort gefallen und passt meiner Meinung nach gut zu meinen Werken.“ Ein bunter Farbklecks inmitten der schwarz-weißen und braunen Tonobjekte.

Auch wenn Brändlein schon seit 1972 mit dem Werkstoff Ton arbeitet, sei es für sie nach wie vor ein nervenaufreibendes Unterfangen. „Ton ist sehr empfindlich, gerade der weiße Porzellanton. Beim Arbeiten kann sehr schnell etwas kaputt gehen und es ist immer wieder eine Überraschung, ob es nach dem Brennen heile bleibt oder eben nicht“, sagt die Künstlerin lächelnd.

Trotzdem ist ihr liebstes Relief eben das, mit welchem sie die größte Mühe hatte. Der Titel „Unendlich“ sei auch unendliche Arbeit gewesen. Die „Blätter“ aus Ton sind hier wellenförmig angeordnet und verströmen einen besondere Leichtigkeit.

Vernissage am Samstag

Die Vernissage ist am Samstag, 30. Mai, 17 Uhr, im Atelier J.R.S, Ruhrstraße 11a. Die Ausstellung kann dann bis zum 27. Juni besichtigt werden. Immer donnerstags von 16 bis 20 Uhr oder nach telefonischer Terminvereinbarung unter 0209 77 25 83 oder 0209 4 78 04.