Götter in der Kirche
08.01.2008 | 18:18 Uhr 2008-01-08T18:18:00+0100
"Götter, Geister und Dämonen" heißt eine Ausstellung zu Naturreligionen, die über zunächst anderthalb Jahre in der Heilig Kreuz-Kirche in Üclendorf zu sehen sein soll.
Nach den Maschinen des Universalgenies Leonardo da Vinci nun „Götter, Geister und Dämonen” aus fünf Kontinenten: Erneut will das Stadtmarketing (SMG) mit einer ins ganze Ruhrgebiet strahlenden Ausstellung Gelsenkirchen ins Gespräch bringen. Zu sehen sein wird die ungewöhnliche Ausstellung nicht im Quelle-Haus wie 2006/07, sondern in der außer Dienst gestellten Kirche Heilig Kreuz in Ückendorf. Eröffnung soll am 8. März sein. Schon jetzt beginnen die aufwändigen Ausgestaltungsarbeiten in der Kirche. Eine Kuratorin reist nächste Woche an. Die Bänke sind schon herausgeräumt, ein Teppichboden wird verlegt, und durch schwarz verhangene Gänge unter einem riesigen Baldachin werden die Besucher durch die Ausstellung geführt, die mindestens anderthalb Jahre zu sehen sein wird. Einen Etat von immerhin 100 000 Euro hat die SMG für die Schau der Kunst- und Kult-Exponate veranschlagt, für die wieder revierweit geworben werden soll. SMG-Chef Wolfgang Lalakakis ist sich sicher: „Das rechnet sich und wird klasse.” Bestückt wird die Schau aus rund 130 Exponaten der Stiftungssammlung von Peter Daetz. Der ehemalige Siemens-Manager und Mäzen unterhält im sächsischen Lichtenstein in einem Fürsten-Palais ein Zentrum, das sich der religiösen und kultischen Holzbildhauerkunst widmet und eine einzigartige Sammlung aus Kulturen und Naturreligionen zusammengestellt hat. Imposante Masken und Statuen exotischer Götter, Buschtrommeln aus Ghana und Neu-Guinea, Instrumente und Schmuck von Medizinmännern, Schamanen und Zaubern gehören zu den Ausstellungsstücken, die mehr als eine Schau sein wollen, sondern Kulturen und Religionen zusammen bringen sollen. „Die Ausstellung soll gerade auch Schulklassen ansprechen”, so Lalakakis. Eigens auch für sie, sowie für Kinder und Erwachsene” werden Audio-Guide-Führungen durch das museale Kirchenschiff vorbereitet. Zugleich will die SMG mit der Ausstellung die einzigartige Ückendorfer Kirche einer gewünschten Kulturnutzung näher bringen und zeigen, „dass Ückendorf auch anders ist”. Getüftelt wird noch am Verkehrs- und Parksystem und einem optischen Leitfaden von der City aus.
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