Gitarristin überzeugte mit Gefühl

Im Rittersaal von Schloss Horst spielte die Gelsenkirchenerin Barbara-Rebecca Romanenko auf der Gitarre drei Stücke von Mauro Giuliani, Leo Brouwer und Silvius Leopold Weiß im Rahmen des 52. Regionalwettbewerbes „Jugend musiziert“.
Im Rittersaal von Schloss Horst spielte die Gelsenkirchenerin Barbara-Rebecca Romanenko auf der Gitarre drei Stücke von Mauro Giuliani, Leo Brouwer und Silvius Leopold Weiß im Rahmen des 52. Regionalwettbewerbes „Jugend musiziert“.
Foto: FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen.. Zum 52. Mal findet in diesem Jahr der Regionalwettbewerb Ruhr-Nord „Jugend musiziert“ statt. Auch in Gelsenkirchen.

Jugendliche des gesamten Gebietes dürfen ihr Können hier im instrumentalen und vokalen Musizieren unter Beweis stellen.

Im Rittersaal des Schlosses Horst trafen sich zu diesem Anlass fünf junge Gitarristen und Gitarristinnen im Alter von neun bis 13 Jahren, um sich und ihre Musik einer dreiköpfigen Jury zu präsentieren.Unter den jungen Talenten, war auch eine Gelsenkirchenerin: Barbara-Rebecca Romanenko (13). Die Gymnasiastin war als letzte mit ihrer Darbietung an der Reihe, trotzdem war sie glücklicherweise gar nicht so nervös, wie sie zuvor befürchtet hatte.

„Die letzten Tage war ich richtig aufgeregt. Als ich jetzt mit meiner Gitarre vorne saß, dachte ich mir, komm zieh einfach durch. Und dann war alles halb so schlimm“, erzählt sie nach ihrem Auftritt. Neben der Jury saßen obendrein die Verwandten und Mitstreiter im Publikum. Auch die Gelsenkirchenerin hatte Unterstützung dabei. „Meine Eltern sind hier, mein Gitarrenlehrer und noch eine Freundin mit ihrem Vater. Ich freue mich über so viel Beistand.“

Romanenko spielt aus tiefster Seele

Jeder der Gitarristen spielte zwischen knapp sechs und 14 Minuten verschiedene Stücke. Barbara Romanenko spielte drei, die ihr Gitarrenlehrer für sie ausgewählt hatte. „Bei dem letzten Stück dachte ich erst, ich bekomme es nicht hin. Aber am Ende war es meine liebste Darbietung. Ich habe meine ganze Seele hineingelegt. Mein Lehrer weiß eben, was zu mir passt.“

Nach etwa einer Stunde hatten es alle hinter sich und die Jury ging in die Beratung. Die Nervosität stieg, doch bevor es endlich zur Verkündung ging, durfte jeder, der mochte, noch einmal einzeln zum Gespräch vor die Jury treten. Natürlich nutzen alle diese Gelegenheit und holten sich Tipps von den Experten. Und dann war es endlich so weit, die Punkte wurden vor allen Anwesenden vergeben. Null bis 25 konnten erreicht werden. Unterschieden wurde nach Altersgruppe und Schweregrad der vorgetragenen Stücke. Barbara Romanenko durfte sich über hervorragende 23 Punkte und einen ersten Platz freuen.

Nur eine andere Teilnehmerin bekam eine so hohe Punktzahl. Damit wird sie zum Landeswettbewerb weitergeleitet. „Barbara hatte das deutlich schwerste Programm. Bei der Punktevergabe wird das natürlich mitberücksichtigt.“, betont Felizitas Hofmann, Vorsitzende des Regionalausschusses Jugend musiziert und Jurymitglied. Am morgigen Sonntag, 25. Januar, treten die Preisträger ab 11 Uhr im Hans-Sachs-Haus auf und erhalten ihre Urkunden.