GEW hilft Schalke mit 20 Mio Euro
29.10.2009 | 22:00 Uhr 2009-10-29T22:00:00+0100
Mit einer Finanzspritze von 20 Millionen Euro durch die Stadt Gelsenkirchen – besser und richtiger: durch die städtische Gesellschaft für Energie und Wirtschaft GEW kann Schalke 04 erst einmal durchatmen, seinen Schuldenberg verkleinern und Lizenzauflagen erfüllen.
Die Stadttochter GEW wird ihrerseits größter Gesellschafter der Arena-Beteiligungsgesellschaft und gewährt der „Stadionfirma” zugleich einen Kredit von 10 Millionen Euro. Im deutschen Blätterwald füllte die Nachricht aus Gelsenkirchen ganze Seiten.
„Mit der jetzt gefundenen Lösung bin ich zufrieden”, erklärte Oberbürgermeister Frank Baranowski, der bei einer „Kennenlern”-Runde mit Magath & Peters vor Wochen erstmals mit dem Ansinnen der Schalker konfrontiert wurde. Für die Stadt, war allerdings klar: Sie selbst wird da nicht einsteigen können, um dem klammen Verein zu helfen. Aber eben die städtische GEW, die ohnehin schon mit 12 Prozent an der Stadion-Kommanditgesellschaft beteiligt ist. Nun hält sie über 50 Prozent. Sowohl der Rat in seiner nächsten Sitzung im November als auch der GEW-Aufsichtsrat müssen dem Vertrag allerdings noch zustimmen.
„Da wird kein Cent an Steuergeldern ausgegeben und kein Geld verschenkt und kein Kindergarten nicht gebaut”, versichert Gelsenkirchens Wirtschaftsdezernent Joachim Hampe, der am Donnerstagabend auch den Rat just bei seiner ersten konstituierenden Sitzung nach der Wahl über den „Schalke-Knaller” informierte. Parteikreise waren freilich längst im Vorfeld eingebunden und hatten grünes Licht gegeben.
Die GEW zögerte zunächst mit der Bestätigung des Vertrages mit Schalke, nachdem erste Informationen am Morgen durchgesickert waren. Noch fehlte die eigentlich abgesprochene offizielle Verlautbarung der Blau-Weißen.
Als die parallel zu einer mittäglichen Presserunde mit Schalke kam, bestätigte GEW-Chef Ulrich Köllmann das spektakuläre Finanzgeschäft: Die GEW kauft dem Verein Arena-Anteile ab und gewährt den 10-Mio-Kredit, der Schalke Geld in die Kasse spült. Das finanziert die Stadttochter aus Eigenkapital und mit eigenen Krediten. Unterm Strich, versichert Köllmann, rechnet sich das für die GEW auf den vereinbarten Zehn-Jahreszeitraum und verspricht eine „angemessene Rendite”.
„Wir stellen einen wichtigen Player in der Stadt auf eine stabile Grundlage”, erklärt Wirtschaftsförderer Hampe das finanzielle Engagement der Stadttochter GEW, die bekanntlich mit insgesamt 90 Millionen Euro auch das zweite Gelsenkirchener Vorzeigeprojekt neben Schalke finanziert: Die Zoom-Erlebniswelt, die mit ihrer naturnahen Tierpark-Inszenierung mittlerweile eine Million Besucher im Jahr an die Emscher holt.
OB Frank Baranowski betont zugleich, dass der städtische Haushalt durch die Transaktion nicht belastet werde. Mit der Erhöhung an der Arena-Beteiligung vertiefe die GEW „eine erfolgreiche strategische Partnerschaft. Ein Engagement, das auch ökonomisch sinnvoll ist”.
Schalke, die Arena und der sie umgebende Arena-Park als attraktives Gewerbeareal, mit dem die Stadt auch auf Immobilienmessen wirbt, sei für Gelsenkirchen Imagefaktor und Wirtschaftsstandort zugleich, unterstreicht Hampe und verweist allein auch auf die 800 Arbeitsplätze im Umfeld der Schalker Arena. „Strukturpolitische Zielrichtung” nennt die GEW daher auch ihr Engagement bei Schalke. „Wir greifen aber nicht ins operative Geschäft ein und stehen auch nicht auf dem Trainingsplatz”, so Köllmann. Immerhin, in der Stadiongesellschaft ist die GEW jetzt Mehrheitsgesellschafter. Keine Sorgen macht sie sich, dass sie damit auch möglicherweise deren Verbindlichkeiten von 113 Mio Euro in die eigenen Konzern-Bücher aufnehmen muss, die Schalke jetzt ausbuchen kann.
Aus Gelsenkirchens Parteienlandschaft, in der viele ausgewiesene Schalke-Fans aktiv sind und in der Gremiensitzungen auch schon mal für internationale Schalke-Kicks verschoben wurden, ist weitgehende Zustimmung zu vernehmen. „Uns geht es vor allem um den Standort der Arena mit seinen vielen Arbeitsplätzen. Es ist richtig, dass wir helfen”, erklärt der SPD-Fraktionschef Klaus Haertel, zugleich Vorsitzender des GEW-Aufsichtsrates. Und der Grünen-Fraktionschef Peter Tertocha sieht lieber „einen einheimischen statt einen auswärtigen Investor” in der Arena-Gesellschaft. CDU-Fraktionschef Werner Wöll sprach von einer für die Stadt wichtigen und richtigen Entscheidung.
11:02
Fußball ist doch nur ein Spiel. Muss man nicht so ernst nehmen...
08:47
Denke mal, dass war jetzt ein richtiger Schritt der Umstrukturierung , darauf werden aber noch weitere folgen, Verlängerung und Erhöhung der Sponsoren-verträge, Reduzierung der Spielergehälter , vielleicht der eine oder andere Verkauf, so dass wieder ein Gleichgewicht herrscht. Wichtig ist doch eins , hier auf Schalke wird fest zusammen gehalten .
Glückauf und bwg
12:43
ich könnte kotzen wenn ich das lese.
Wann streiken die Fans und gehen nicht mehr nach Schalke????????????????
12:00
Das regt mich so auf, ich finde kaum Worte dafür!
11:43
Arbeiter verzichten auf Ihre Löhne, damit Ihr Arbeitsplatz erhalten bleibt, und auf was verzichten die Fussballspieler?
Lieber nimmt man sich das Geld des Steuerzahlers.
08:22
Wenn anderswo (z.B. in Frankfurt, Stuttgart, Nürnberg, Köln, Hannover, Berlin, Bremen, Kaiserslautern u.a.) nicht-multifunktionale Stadien von vornherein komplett auf Kosten und Risiko des Steuerzahlers und ohne Beteiligung der Vereine gebaut wurden und werden, dann ist es erst recht legitim, wenn sich auch die Stadt Gelsenkirchen zu einem Teil an der Finanzierung der multifunktionalen Schalker Arena (vorübergehend) beteiligt.
Es ist ja auch nicht wahr, dass dort der Steuerzahler einen Profiverein ohne Gegenleistung subventioniert, wie in anderen Städten (Frankfurt, Kaiserslautern, Dortmund, Berlin) übrigens schon mehrfach geschehen,ohne dass das kritisiert wurde. Denn die Stadt Gelsenkirchen (bzw. die GEW) kauft vielmehr Anteile an der multifunktionalen Arena, erwirbt also einen Wert (viele sagen: Schalkes Tafelsilber), der sehr wahrscheinlich Rendite abwerfen wird - und rettet damit sein Aushängeschild, seinen Imageträger, seinen mit Abstand wichtigsten Wirtschaftsfaktor und zweitgrößten Steuerzahler und zweigrößten Arbeitgeber in der Stadt Gelsenkirchen.
Man muss nun wirklich kein Schalke-Fan sein, um das vollkommen legitim zu finden. Man darf als Fan eines anderen Vereins halt nur nicht alle Hoffnung darin setzen, dass Schalke Punkte abgezogen werden müssen oder pleite gehen muss, damit der eigene Lieblingsverein Schalke den Rang ablaufen kann.
01:26
GEW Rettet nich Schalke.
Die GEW Rettet Gelsenkirchen.
Denn man muss das ganze einmal aus Wirtschaftlicher Sicht sehen, was wäre wenn, die Arbeitsplätze im Arenapark im Berger Feld verloren gingen?
Dann wird jeder Schreien die Stadt schickt die Mitarbeiter in Harz IV.
Und was hat Gelsenkirchen über die Stadtgrenze außer schalke 04 zu bieten.
Dum Schwätzen kann jeder, die meisten die hier dummeszeug Reden sind dioch sich Besitzer einer Dauerkarte und Sitzen bei jedem Heimspiel in der Arena.
Allso Maul Halten und auf eine bessere Zukunft baueen.
20:17
raus mit diesen Pleite Verein und ab in die Bezirksklasse die Mallocher in Gelsenkirchen werden Arbeitslos und Felix ist noch so abgebrüht und kassiert noch Steuergelder da ist schon abartig
15:39
wenn es ja für ein Begehren eine Chance gebe, aber bei der 04 Verrücktheit in GE bin ich da sehr skeptisch.
13:31
Die Finger waren schneller als die Motorik
Korrektur:
Falsch = Ja richtig , St.Georg und Trapprennbahn.
Richtig = Ja richtig , St.Georg und Trabrennbahn.