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Getrübtes Idyll im Gesundheitspark?

09.01.2013 | 18:11 Uhr
Getrübtes Idyll im Gesundheitspark?
Saunermeister Andreas Schlüter macht einen Aufguss für seine Saunagäste.Foto: Olaf Fuhrmann

Gelsenkirchen.  Beschwerden über nachlassende Qualität im Gesundheitspark Nienhausen in Gelsenkirchen. Wellness-Bereich verwaist.

Um Kosten zu sparen, gibt es viele legitime Maßnahmen: Personal-Abbau, die Beschäftigung von 1-Euro-Jobbern und 400-Euro-Kräften oder die Erweiterung des Arbeitsfeldes der Restbelegschaft – im besten Fall ohne Qualitätsverlust. Im Umkehrschluss kann all dies aber auch bedeuten, das die Wirtschaftsdaten eines (mit Steuergeldern) geförderten Unternehmens Anlass zur Sorge geben.

Jüngst ist der im Frühjahr 2011 mit gut drei Millionen Euro aus Konjunkturpaket II und Selbstbeteiligung runderneuerte Gesundheitspark Nienhausen in den Fokus geraten. Haupt- gesellschafter des Parks sind zur Hälfte der Regionalverband Ruhr sowie zu je einem Viertel die Städte Essen und Gelsenkirchen. Vorwurf aus Kundenkreisen: Sparen auf Kosten von Qualität und Service.

Lange Liste der Beschwerden

Die Liste der uns zugetragenen Beschwerden ist lang. Wir geben sie in Auszügen wieder. Sie beginnt mit der Wohlfühlatmosphäre, die – zumindest am Wochenende – zu einer „Fleischbeschau“ verkommen sein soll durch männliche Gäste, die weniger Erholung suchten, als dass sie sich an den Besucherinnen ergötzen wollten. Weiterhin machten Männer die Aufgüsse in der Frauensauna, wodurch sich nicht wenige Damen peinlich berührt sähen.

Die Umstrukturierungen hätten auch dazu geführt, dass das Saunapersonal vor der Öffnung die Anlage neuerdings putzt – wofür vormals Reinigungskräfte sorgten. Dazu hätten 1-Euro-Kräfte die Pflege der Grünanlagen übernommen. Auch am Empfang des Wellnessbereiches säßen 1-Euro- und Minijobber, was den Empfang außerhalb ihrer Arbeitszeiten oft verwaisen lässt. Massagen zu buchen sei so kaum möglich. Gerade die Abendstunden könnten nicht abgedeckt werden. Heißt: Wo kein Angebot, da kein Kunde, da weniger Einnahmen.

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Kommentare
10.01.2013
11:35
Getrübtes Idyll im Gesundheitspark?
von caroline_no4711 | #1

Herr Kimerlis verbreitet hier, getarnt als Zitate von Beschwerden, die der WAZ zugegangen sein sollen, geradezu geschäftsschädigende Behauptungen, die er - wie es eigentlich die journalistische Sorgfalt vor einer Veröffentlichung erfordert - nicht auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft hat. Aus meiner Sicht ist es unredlich, einfach so und ungeprüft solche Behauptungen zu verbreiten.
Ich besuche häufig den Gesundheitspark und empfinde die Stunden dort immer wie Urlaub, das Personal ist sehr freundlich und nimmt Verbesserungsvorschläge gerne auf. Es ist wahrnehmbar, wie nach der Umstrukturierung ständig an Verbesserungen gearbeitet wird. Die Gastronomie dort macht gerade einen großen Qualitätssprung, Saunagrößen wurden der Nachfrage angepasst, und und und... Ich kann einen Besuch nur empfehlen. Da Herr Kimerlis selbst den Gesundheitspark überhaupt nicht kennt, bin ich gespannt, was er zu berichten hat, wenn er mal persönlich dort war, am besten mit ein paar Stunden Zeit für Sole und Sauna

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2013-01-09 18:11
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