Gelsenkirchenerin wird ihre Röhrenfernseher-Spende nicht los

Röhrenfernseher – selbst noch gut funktionierende Geräte – landen häufig auf dem Elektroschrott.
Röhrenfernseher – selbst noch gut funktionierende Geräte – landen häufig auf dem Elektroschrott.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die Gelsenkirchenerin Iris Kuczenski wollte Gutes tun und ihren alten Röhrenfernseher spenden. Doch weder Gemeinde noch Sozialkaufhaus wollen ihn.

Gelsenkirchen.. Wer Gutes tun möchte, dem bleibt manchmal der Erfolg verwehrt. Das hat WAZ-Leserin Iris Kuczenski erlebt, die ihren Fernseher, ein zwölf Jahres altes, aber dafür kaum gebrauchtes Röhrengerät mit 68 Zentimentern Bildschirmdiagonale, an jemanden abgeben wollte, der es nicht so gut hat im Leben – kostenfrei.

„Ich habe bei der Gemeinde St. Joseph angerufen“, erzählt die Gelsenkirchenerin. Im Internet sei sie auf die bei ihrer Recherche gestoßen, dort bitte man um solche Spenden. „Ich wurde aber abgewiesen, man wüsste gar niemanden“, so Kuczenski überrascht über die Auskunft, „aber ‘In-Petto’ würde sich bestimmt freuen.“ An das lokale Sozialkaufhaus hat sich die Spenderin daraufhin wie empfohlen gewandt, die Antwort sei aber ebenso enttäuschend gewesen: „Ach, so alte Fernseher werden wir ja gar nicht mehr los.“

Iris Kuczenski ist entsetzt: „Weil es kein Flachbildfernseher ist, will ihn niemand haben? Sind die Ansprüche der Menschen mit wenig Geld so hoch?“

Nächster Versuch: Diakonie

Die Antwort bleibt offen, vom Sozialkaufhaus ist lediglich zu hören, „dass die Versuche, solche Fernseher für ein paar, vielleicht zehn Euro, zu verkaufen scheitern“. Als Folge davon müsse man sie letztlich entsorgen, was zu einem nicht unerheblichen Aufwand – Fahrten zum Wertstoffhof, Be- und Entladen – führe. Auch zeitlich.

Bei der Gelsenkirchener Tafel werden generell keine Möbel oder Haushaltsgeräte als Spenden angenommen, wohl aber können Spender „Aushänge machen für solche Dinge“.

Und was macht nun Iris Kuczenski? „Ich versuche es noch einmal bei der Diakonie. Ansonsten kann sich jemand bei mir per Mail melden. Zur Not würden wir das Gerät am Wochenende auch bringen.“ Kontakt: Iris.Kuczenski@t-online.de