Gelsenkirchener sieht Quartier von Einbrechern bedroht

Autoknacker haben das Wohnquartier an der Haunerfeldstraße/An der Brache in Erle heimgesucht.
Autoknacker haben das Wohnquartier an der Haunerfeldstraße/An der Brache in Erle heimgesucht.
Foto: Friedrich Stark
Was wir bereits wissen
WAZ-Leser berichtet von zig Autoaufbrüchen im Stadtteil Erle. Höhepunkt: BMW wurde erst gestohlen und dann auf dem nahen Golfplatz fachmännisch ausgeschlachtet.

Gelsenkirchen.. WAZ-Leser Wolfgang Terjung aus Erle macht sich Sorgen, dass sein Viertel zu einem bevorzugten Tätigkeitsfeld von Einbrechen wird. Er berichtet in einem Brief an die Redaktion und die Polizeipräsidentin davon, dass „mehrfach etliche hochwertige Fahrzeuge im Wohngebiet Haunerfeldstraße / An der Brache nachts aufgebrochen worden sind und wertvolle Fahrzeugteile wie Airbags, Navigationsgeräte und Multifunktionsräder gewaltsam entwendet wurden.“ Spektakulärer Höhepunkt: ein gestohlener BMW in der Nacht vom 26. auf den 27. November, der, auf den benachbarten Golfplatz gebracht, dort „fachmännisch ausgeschlachtet“ wurde. Terjungs Fazit: „Unser doch sehr überschaubares, kleines Wohngebiet ist zu einem Kriminalitätsschwerpunkt geworden, wir besorgte Bürger fühlen uns nicht mehr sicher.“ Der Gelsenkirchener schlägt daher verstärkte Streifen vor – vor allem nachts.

Zu dem Fall, den die Polizei nicht publik gemacht hatte, nahm Sprecherin Stefanie Dahremöller Stellung: „Bei der Örtlichkeit handelt es sich nicht um einen Schwerpunkt kriminellen Treibens. Für das Jahr 2014 liegen uns aus dem Bereich drei Anzeigen vor, eine aus dem September, zwei aus dem November – darunter auch der Fall des ausgeschlachteten BMW.“ Möglicherweise sei der subjektive Eindruck entstanden, dass es eine Häufung gegeben habe, weil Herr Terjung selbst betroffen sei. Es läge nichts vor, was den Eindruck von etlichen Einbrüchen erhärte.

Die Polizeisprecherin wies darauf hin, dass Streifen rund um die Uhr im Einsatz sind, auch in Erle. Die fehlende Benachrichtigung begründete Dahremöller damit, dass andere Delikte als Mitteilung an die Medien den Vorrang bekommen hätten.