Gelsenkirchener Polizei kontrolliert 9000 Fahrzeuge

Raser im Blick: Polizeihauptkommissar Harald Schaper bei der Kontrolle am Kärntener Ring. Erlaubt ist dort Tempo 50.
Raser im Blick: Polizeihauptkommissar Harald Schaper bei der Kontrolle am Kärntener Ring. Erlaubt ist dort Tempo 50.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Spitzenreiter bei der „Blitzmarathon“-Zwischenbilanz war Donnerstag ein Autofahrer, der mit Tempo 80 durch eine 30er-Zone fuhr.

Gelsenkirchen.. Angekündigt wurde der „Blitzmarathon“ lang und breit. Nichtsdestotrotz hat es in Gelsenkirchen bei der vierten Auflage der Aktion erneut eine ganze Reihe von Verkehrsteilnehmern gegeben, bei denen Augen und Ohren verschlossen waren für die Nachrichten in den Medien, oder die, wie es die Polizei vermutet, die Tempokontrollen wissentlich ignoriert haben.

Drei Autofahrer teilen sich nach Auswertung des Zwischenstandes die unrühmliche Marke „Schnellster Raser“. Ein Autofahrer wurde am Morgen an der Straße „Gecksheide“ in einer Tempo 30-Zone mit 80 Stundenkilometern gemessen. Dafür bekommt er zwei Punkte in der Verkehrssünderdatei aufgebrummt, 160 Euro Bußgeld und ein Monat Fahrverbot. Die gleiche Strafe ereilte auch einen Raser auf der Kurt-Schumacher-Straße (KSS). Tempo 50 ist dort auf einem Abschnitt erlaubt, erfasst wurde das Fahrzeug mit Tempo 88 von der Laserpistole.

Auch Fahrer ohne Gurt unterwegs

Die Hauptachse zwischen Stadtsüden und Norden nutzte ein weiterer Autofahrer, um ordentlich Gas zu geben. Er wurde etwas weiter auf der KSS mit Tempo 105 geblitzt bei einer erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 80. Quittung: ein Punkt, 80 Euro Bußgeld, aber kein Fahrverbot, weil er noch außerhalb der geschlossen Ortschaft war.

Bis Donnerstagmittag, 13 Uhr, hat die Gelsenkirchener Polizei gut 9000 Fahrzeuge kontrolliert. Ergebnis: 83 Verwarnungsgelder (bis zu 60 Euro) wurden ausgesprochen, zwölf Ordnungswidrigkeitsanzeigen erstellt und neben einem zu hohen Tempo auch noch fünf Verkehrsteilnehmer ohne Gurt erwischt.