Gelsenkirchener Kinderschutzbund macht zweiten Anlauf zum Neubeginn

Beim ersten Krisentraffen am 6. Mai:  Versammlungsleiter Dr. Ingo Westen und Kinderschutzbund-Vorsitzende Susanne Schwittay.
Beim ersten Krisentraffen am 6. Mai: Versammlungsleiter Dr. Ingo Westen und Kinderschutzbund-Vorsitzende Susanne Schwittay.
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Was wir bereits wissen
Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung geht es auch um Abrechnungen für Neustart KFT und Ferienfreizeiten auf dem Reiterhof Tekeres ...

Gelsenkirchen.. Nächste Runde in der Aufarbeitung des Jugendheimskandals: Der Ortsverband Gelsenkirchen des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB) hat seine Mitglieder zu einer außerordentlichen, öffentlichen Versammlung eingeladen. Das Treffen am Montag, 29. Juni, beginnt um 18.30 Uhr in den Räumen der Ambulanten Pflegedienste (APD) an der Pastoratstraße 1.

Auf der Tagesordnung steht an diesem Abend neben Sachstandsberichten der Vorsitzenden Susanne Schwittay, der Geschäftsführerin Silke Kozicki und des Landesgeschäftsführers Friedhelm Güthoff natürlich auch das Thema, das den Kinderschützern schwer zusetzt: Die Verbindung des Ortsverbandes Gelsenkirchen mit der Neustart KFT der Ex-Jugendamtsleiter Alfons Wissmann und Thomas Frings sowie Informationen zu Ferienfreizeiten auf dem Reiterhof Tekeres in Örfü – auch hier hatte das Duo bekanntlich die Finger im Spiel.

Nachdem Frings vor der ersten Krisenversammlung des DKSB am 6. Mai erklärt hatte, er werde sein Amt als stellvertretender Vorsitzer ruhen lassen, soll diese Position per Nachwahl am Montag neu besetzt werden. Kommissarisch ist Rolf Lutz mit dem Amt seit Anfang Mai betraut. Auch ein neuer Schatzmeister wird zur Wahl gestellt. Ebenfalls kommissarisch hat diese Aufgabe Michael Kramp übernommen. Anke Jedamzik hatte man vor dem Krisentreffen im Mai nahe gelegt, sich „beurlauben“ zu lassen. Was diese mit Verbitterung aufgenommen hatte. Das würde ja einem Schuldeingeständnis gleichkommen, meint sie – und betonte, sie habe mit der dubiosen Buchführung des DKSB für die Neustart kft nichts zu tun gehabt. Sie gab dem Druck nach, ließ das Amt ruhen.