Gelsenkirchener Integrationsrat reagiert auf Hass und Terror

Stadtrat Dr. Manfred Beck (2.v.l.), Dezernent der Stadt Gelsenkirchen für Kultur, Bildung, Jugend, Sport und Integration, mit den Vorsitzenden des Integrationsrats:  Aydin Kilinc (2. Stellvertreter, v.l.), Melek Topaloglu (Vorsitzende) und Fazile Rauf (1. Stellvertreterin). Hinten rechts: Geschäftsfüher Manfred Fokking.
Stadtrat Dr. Manfred Beck (2.v.l.), Dezernent der Stadt Gelsenkirchen für Kultur, Bildung, Jugend, Sport und Integration, mit den Vorsitzenden des Integrationsrats: Aydin Kilinc (2. Stellvertreter, v.l.), Melek Topaloglu (Vorsitzende) und Fazile Rauf (1. Stellvertreterin). Hinten rechts: Geschäftsfüher Manfred Fokking.
Foto: WAZ

Gelsenkirchen.. Der Gelsenkirchener Integrationsrat hat auf die Anschläge in Paris mit einer einstimmig verabschiedeten Resolution reagiert, die auf Antrag der Fraktionen der SPD, WIN und DTIB eingebracht wurde.

In der Erklärung werden die Terroranschläge auf „Charlie Hebdo“ und den jüdischen Supermarkt in Paris „aufs Schärfste“ verurteilt. Das Attentat und die Geiselnahmen sollten jedoch nicht instrumentalisiert werden, indem muslimische Gemeinschaften mit Extremisten und Terroristen gleichgesetzt werden, appelliert der Integrationsrat. „Der Terroranschlag sollte uns vielmehr ermutigen, gemeinsam für die Werte der Demokratie, wie Pressefreiheit und Religionsfreiheit, zu kämpfen. Wir alle sind ein Teil der deutschen, demokratischen Gesellschaft.“

Die Menschen, die nun mit rechtspopulistischer Hetze auf die Straßen gehen, hetzten nicht nur „gegen den Islam, gegen Minderheiten und gegenMigranten, sondern stellen auch die Demokratie und den sozialen Staat in Frage, heißt es in der Resolution. Von der Politik und von den Medien erwartet der Integrationsrat ein „klares Bekenntnis zu schutzbedürftigen Menschen, die nach Deutschland geflohen sind, genauso die Herausstellung der Bedeutung von Migration als auch eine realistische und gleichberechtigte Darstellung von Migranten in Deutschland. Es sei „Gebot der Stunde, zusammenzubleiben und gemeinsam den Fanatikern entgegenzustehen – egal welchen Glaubens oder welcher Herkunft wir sind. Hass darf niemals gewinnen.“