Gelsenkirchener Institut für Arbeit und Technik ist Ort des Fortschritts

Prof. Dr. Josef Hilbert, Direktor des Instituts für Arbeit und Technik, wird von NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze beglückwünscht.
Prof. Dr. Josef Hilbert, Direktor des Instituts für Arbeit und Technik, wird von NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze beglückwünscht.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Ministerin Svenja Schulze hat das Institut für Arbeit und Technik im Wissenschaftspark als „Ort des Fortschritts 2015“ ausgezeichnet. Hilbert: „Es gibt noch viel tun.“

Gelsenkirchen.. „An diesen Tag werden wir uns noch lange erinnern“, sagte Dr. Josef Hilbert, Direktor des Instituts für Arbeit und Technik (IAT), am Freitagnachmittag. Wenige Minuten zuvor hatte er gemeinsam mit NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze im Wissenschaftspark die neue Plakette enthüllt, die die Erfolge des Instituts würdigen soll. Seit Freitagnachmittag darf sich das IAT „Ort des Fortschritts 2015“ nennen. „Der heutige Tag wird im Rückblick eine Zäsur für das Institut darstellen“, sagte Josef Hilbert. Er sehe die Auszeichnung als Ansporn und als Verpflichtung auch in Zukunft Ergebnisse zu liefern. Ergebnisse, die dabei helfen, „die zentralen Zukunftsaufgaben im Quartier, in der Region und im ganzen Land aufzugreifen und mit mutigen Zukunftskonzepten zu beantworten.“

Wissenschaftsministerin Svenja Schulze bezeichnete das Ruhrgebiet als Schrittmacher und Ideengeber für den Strukturwandel in Nordrhein-Westfalen. „Das IAT in Gelsenkirchen liefert dabei wichtige Impulse. Die Projekte geben Antworten auf wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen. Sie zeigen, wie wir Lebensqualität und Wohlstand weiter voranbringen können“, sagte die Ministerin zur Begründung der Jury.

Schulze: „Seien Sie weiter so innovativ!“

Die Auszeichnung „Ort des Fortschritts“ ist Teil der Forschungsstrategie „Fortschritt NRW“. Die drei Ministerien für Wissenschaft, Wirtschaft und Städtebau vergeben sie an Einrichtungen, die Ökonomie, Ökologie und Soziales innovativ verbinden und damit Fortschritt für die Gesellschaft ermöglichen. Gewürdigt werden Projekte, die die Lebenswelt der Menschen spürbar verbessern. 144 Orte hatten sich um die Auszeichnung „Ort des Fortschritts 2015“ beworben, 31 wurden ausgewählt.

Svenja Schulze lobte den Beitrag des IAT zur Bewältigung des Strukturwandels. Es habe gute Wege aufgezeigt, jedoch sei der Wandel noch nicht zu Ende. „Deswegen brauchen wir Leute, die Ideen haben. Leute, die nach vorne gehen.“ Schließlich richtete sie einen Appell an die anwesenden Vertreter des Instituts: „Begleiten Sie uns weiter beim Wandel! Seien Sie weiterhin so innovativ!“

Hilbert: „Es gibt noch viel zu tun.“

Josef Hilbert griff das Stichwort der Ministerin sofort auf: „Gelsenkirchen ist einer der Orte, an denen Innovation am dringendsten gebraucht wird. Deswegen sind wir hier. Wir haben schon einiges erreicht, aber auch noch viel zu tun.“

Das Institut für Arbeit und Technik

In einer Statementrunde kamen verschiedene Menschen zu Wort, die sich um den erfolgreichen Strukturwandel in der Region verdient gemacht haben. Häufig erwähnten sie dabei, dass Quartiere wie Ückendorf ganz besonderer Aufmerksamkeit bedürfen. Immer wieder wurde zudem die Wichtigkeit der Gesundheitsbranche für die Bewahrung einer hohen Lebensqualität betont.

Die PS auf die Straße bringen

Professor Michael Brodmann, Vizepräsident für Forschung und Entwicklung an der Westfälischen Hochschule, ist davon überzeugt, dass das Institut in den nächsten Jahren eine entscheidende Rolle in der Region spielen wird. Er lobte vor allem die rasche Umsetzung von theoretischen Erkenntnissen in die Praxis: „Einfach gesagt: Das IAT weiß, wie man die PS auf die Straße bringt.“