Gelsenkirchener Hundehalter wird zum Amtstierarzt zitiert

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Was wir bereits wissen
Die Stadt Gelsenkirchengeht einem Fall von möglicher Tierquälerei gerade nach, nachdem bei ihr mehrere Hinweise aus der Bürgerschaft eingegangen waren.

Gelsenkirchen..  Einem Fall von möglicher Tierquälerei geht die Stadt gerade nach, nachdem bei ihr mehrere Hinweise aus der Bürgerschaft eingegangen waren. Auch die WAZ-Redaktion hat ein solcher Hinweis mit der Bitte um Abhilfe per Mail vor ein paar Tagen erreicht.

Darin und im Gespräch darauf schildert ein Anwohner, der aus „Angst vor dem Beschuldigten anonym bleiben möchte“, dass der Hundehalter aus der Lohfeldstraße (Altstadt) schon mehrfach sein Tier misshandelt, unter anderem verprügelt, habe. Bei dem Tier handele es sich um eine braune englische Bulldogge. Wüstes Geschrei und lauter Krach sowie Wimmern und Jaulen zuletzt führten ihn zu der Annahme, dass der Halter das Tier sogar vehement gegen die Zimmerwand geschleudert haben könnte. „Ich habe mich mehrmals bei Polizei und Ordnungsamt gemeldet“ erzählt der Anwohner. Stets sei er zum Veterinäramt weiter geleitet worden. „Auch beim Tierschutzverein habe ich mich gemeldet.“ Sogar eine Tonaufnahme habe er von den jüngsten Vorfällen gemacht und dem Veterinäramt eine Aufnahme geschickt. Die Antwort sei leider stets dieselbe gewesen, so der Gelsenkirchener weiter, der Außendienst sei gerade nicht da, man leite es weiter.

Auf Nachfrage der WAZ erklärte Stadtsprecher Oliver Schäfers, dass am gestrigen Mittwoch „Mitarbeiter vor Ort waren, um nach dem Rechten zu schauen.“ Den Kontrolleuren sei aber die Tür nicht geöffnet worden. „Weil wir keinen Grund zur Annahme haben, dass akut Gefahr im Verzug ist“, so der Sprecher weiter, „erhält der Hundehalter eine schriftliche Vorladung.“ Darin werde er aufgefordert, am nächsten Dienstag, 2. Juni, den Hund beim Veterinäramt vorzustellen.

Die Bulldogge wird bei dem Termin von einem Amtstierarzt auf etwaige Verletzungen hin untersucht. Sollte der Mann nicht erscheinen, könnte die Polizei Amtshilfe leisten.

Tierquälerei ist strafbar. Das Strafmaß reicht von einer Geldstrafe bis zu einer Haft von drei Jahren.