Gelsenkirchener Currywurst fährt per Dreirad zum Kunden

Der Gelsenkirchener Carsten Richter (re.), der im Ortsteil Beckhausen-Sutum unter dem Namen „Curry Heinz“ eine Imbissbude betreibt, stellt seine neueste Errungenschaft vor. Auf einem speziellen Fahrrad, ausgerüstet mit einem Gasgrill, fährt sein Mitarbeiter und Partner Guido Karsten ab sofort verschiedene Standplätze in Gelsenkirchen an, um frisch zubereitete Currywürste zu verkaufen.
Der Gelsenkirchener Carsten Richter (re.), der im Ortsteil Beckhausen-Sutum unter dem Namen „Curry Heinz“ eine Imbissbude betreibt, stellt seine neueste Errungenschaft vor. Auf einem speziellen Fahrrad, ausgerüstet mit einem Gasgrill, fährt sein Mitarbeiter und Partner Guido Karsten ab sofort verschiedene Standplätze in Gelsenkirchen an, um frisch zubereitete Currywürste zu verkaufen.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Gelsenkirchener Geschäftspartner Carsten Heinz Richter und Guido Karsten setzen auf Mobilität. Ihre Currywurst fahren sie per Dreirad aus.

Gelsenkirchen.. „Curry Heinz“ hat ‘was Neues im Gepäck – und das ist wortwörtlich gemeint. Denn die pikante Wurst des Gelsenkirchener Imbissbuden-Betreibers Carsten Heinz Richter mit Sitz in Beckhausen-Sutum ist mobil geworden. Sie wird jetzt mit einem pfundigen Drahtesel an den Mann beziehungsweise die hungrige Frau gebracht.

Knallrot ist das „Bruzzel-Bike“. Es soll ja schließlich auffallen. Guido Karsten (52), der Partner von Carsten Heinz, hat es selbst gebaut. Das Dreirad hat unter anderem eine Kühlung, einen Gasgrill und eine Handwaschmöglichkeit. Aber keinen Hilfsmotor. „Strampeln ist angesagt“, erklärt Carsten Heinz und lacht. Warum der 37-Jährige ausgerechnet eine Art fahrende Pommesbude auf drei Rädern ins Rennen schickt, liegt auf der Hand: „Wir wollten unser Einzugsgebiet vergrößern, das finanzielle Risiko einer zweiten Filiale war uns aber zu groß.“ Lieber also kleine Brötchen backen – Pardon – kleine Würstchen grillen. „Außerdem ist das Rad ein echter Hingucker und greift genau da die Laufkundschaft ab, wo sie ist – nämlich nah bei den Geschäften in der Stadt.“

Als neuen Standort neben der Theodor-Otte-Straße hat das Duo daher die Marienpassage hinter dem Buerschen Dom auserkoren. Aber auch an einen Lieferservice ist gedacht – etwa wenn einer größeren Gartenrunde der Sinn nach etwas Herzhaftem für den kleinen Hunger zwischendurch steht. Da werden dann vor Ort die Curry- und Bratwürste zubereitet. Beilagen wie Pommes Frites allerdings nicht – das würde die Kapazität des Dreirads (und wohl auch die seines Fahrers) allzu schnell in die Knie zwingen

Vegane und vegetarische Würste

Stattdessen geht das Team von „Curry Heinz“ auf die Wünsche einer Klientel ein, die man gemeinhin nicht mit Currywurst und Co. in Verbindung bringt: Veganer und Vegetarier – im rollenden Angebot enthalten sind zudem vegane und vegetarische Würstchen sowie Schnitzel. „Fleischfetischisten dürften den Unterschied im Geschmack wohl erkennen, aber der Geschmack der fleischlosen Würste kommt dem seiner Ursprungsform schon sehr nah“, sagt Richter.

Related content Andere Wege gehen die beiden Gelsenkirchener indes auch in Sachen Soße. Zehn verschiedene Geschmacksrichtungen aus eigener Herstellung stehen bereit – ungewöhnliche Erfahrungen für die Rezeptoren an Gaumen und Zunge wie „Erdnuss“ inklusive. Der Renner, so Richter sei derzeit die Habanero-Honig-Senf-Soße. Oder Currywurst in Dosen, die die beiden Geschäftspartner ebenso wie ihre Soßen online vertreiben – mitunter bis ins ferne Brasilien.

Ach ja: Partner Guido Karsten wird sich wohl keine Sorgen machen müssen über ein paar Pfunde zu viel. Bei einem Rad-Gewicht von satten 200 Kilogramm dürfte bei einem Ortswechsel per Pedalantrieb jedwede Kalorie zu viel flugs verbrannt sein.