Gelsenkirchen plant Blitzer an der A2 bei Erle
26.08.2010 | 14:39 Uhr 2010-08-26T14:39:00+0200
Gelsenkirchen. Werden bald auf Gelsenkirchener Autobahngebiet Raser in die Radarfalle tappen? Nach den Sommerferien beginnen Abstimmungsgespräche für eine Blitz-Anlage am Erler A2-Tunnel. Wegen der Sicherheit, nicht wegen der Einnahmen, so die Stadt.
Der Goldesel des 21. Jahrhunderts steht auf einem Bein, hat häufig nur ein Auge, sieht bei Rasern regelmäßig Rot und lässt so manch’ Kämmerer strahlen – wie in Bielefeld, wo die im Dezember 2008 errichtete Blitz-Anlage an der A 2 bereits Millionen in die Stadtkasse gespült hat. Schon bald könnten auch in Gelsenkirchen Autobahnnutzer mit Bleifuß kräftig zur Kasse gebeten werden. Die Stadt will nämlich auf der A 2 hinterm Erler Tunnel in Richtung Hannover eine feste Anlage installieren lassen.
Die Verwaltung legt allerdings Wert auf die Feststellung, dass es bei diesem Vorhaben nicht um die Konsolidierung des maroden Haushalts geht. Sondern: um die Verkehrssicherheit und den Schutz von lärmgeplagten Anwohnern der Autobahn. Wie berichtet, hat Regierungspräsident Peter Paziorek nach einem Vorstoß der Bürgerinitiative gegen Lärm die Tempolimit-Zone am Erler Tunnel ausgeweitet. Um die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 100 km/h in diesem Bereich auch wirklich durchzusetzen, hat Stadtbaurat Michael von der Mühlen in einem gemeinsamen Gespräch mit dem RP und der Initiative die Errichtung einer festen Verkehrsüberwachung angeregt.
Neuland für die Stadt
„Die notwendigen Gespräche finden jetzt nach den Sommerferien statt“, sagt der städtische Verkehrsreferatsleiter Wilfried Wiedemann auf Anfrage der WAZ. Beteiligt sind neben der Stadt unter anderem die Bezirksregierung, der Landesbetrieb Straßen und das für die Autobahn zuständige Polizeipräsidium Münster. Ob das Verfahren nur Formsache ist oder es gar gute Gründe gegen eine feste Geschwindigkeitskontrolle an dieser Stelle geltend gemacht werden können, dazu will die Stadt keine Prognose machen. „Für uns ist das Neuland“, so Wiedemann – gibt es doch bisher auf „Gelsenkirchener“ Autobahn keine Radaranlage.
Wenn es am Ende des Verfahrens tatsächlich grünes Licht für Starenkästen hinterm Tunnel geben sollte, könnte das aber nicht nur für von der Mühlen und das Verkehrsreferat von Interesse sein, sondern auch Kämmerer Georg Lunemann und sogar den städtischen Personaldezernenten Joachim Hampe aufhorchen lassen. Das (besondere) Beispiel Bielefeld zeigt nämlich, was für Nebeneffekte eine solche Maßnahme haben kann.
7000 Mal pro Woche
Am sogenannten Bielefelder Berg der A 2 soll es nämlich anfangs 7000 Mal pro Woche geblitzt haben, obwohl Autofahrer per Hinweisschild rechtzeitig vor der Anlage gewarnt werden. Inzwischen hat sich die Zahl der Temposünder nach Stadtangaben auf 2000 bis 3000 eingependelt. Im ersten Jahr hat die Radarfalle rund 10 Mio Euro Mehreinnahmen in die Stadtkasse gespült. Zur Bearbeitung der Fälle mussten 16 neue Mitarbeiter eingestellt werden. Schlagzeilen machte der Bielefelder Blitz aber vor allem durch prominente Sünder. So gingen dort nach Medienberichten u.a. Schauspielerin Simone Thomalla, Künstler Markus Lüpertz und Sänger Peter Maffay in die Falle.
Die Bielefelder Radaranlage wird übrigens zurzeit gewartet und soll erst im November wieder in Betrieb gehen.
14:23
Also kehren wir in die Zeiten des Raubrittertums zurück, leere Kassen, also schieben wir mal wieder die Verkehrssicherheit als großes Schild vor uns her, dabei geht es nur um Abzocke im großen Stil, am Erler Tunnel gibt es nicht den geringsten Grund für diese Maßnahme, dort ist kein Unfallschwerpunkt!
21:46
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21:46
Wie wäre es mit einem bundesweiten Bürgeraufstand gegen jegliche Verkehrsabzocke?
Dies wäre relativ einfach, weil jeder einzelne seinen Beitrag dazu leisten kann, ohne dass er strafrechtlch oder sonstwie belangt werden kann.
Der Bürgeraufstand gegen Abzocke lautet einfach:
Haltet die Verkehrsregeln ein!
Wenn alle dies nur für einen Monat machen würden, na das gäbe bei allen Städten und Gemeinden einen Aufschrei.
Und stellen Sie sich einmal vor was wäre, wenn alle sich ein Jahr an alle Verkehrsregeln halten würden?
Sämtliche Stadtkämmerer müssten dann Harakiri als nächsten Karriereschritt in Erwägung ziehen.
Aber so wie ich das sehe, sind die meisten nicht fähig bei so einem Aufstand mitzumachen.
Also weiter knipsen, Falschparker aufschreiben und sonstiges, die Städte brauchen das Geld und wir haben genügend Geld übrig (sonst würden wir uns ja an die Verkehrsregeln halten).
09:12
Ups. 2 werden zufiel.
09:10
Ok. Tagsüber fahre ich da auch mit 130 durch den Tunnel, weil eben die Bahn gut ausgebaut und übersichtlich ist.
Eine Geschwindigkeitsbegenzung ab 22:00 Uhr würde ich begrüssen und des Lärmschutzes wegen auch einhalten.
Sollten die Blitzer fest installiert werden, werden dann eh nach einiger Zeit nur noch die Auswärtigen zur Kasse gebeten werden.
15:24
Jetzt ist klar, warum die Stadt die vollkommen überflüssige Geschwindigkeitsbegrenzung auf der A2 so bereitwillig unterstützt hat. KOHLE !!!!
In Hessen sind unter Koch die sinnlosen Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobohnen erheblich reduziert worden und in NRW sieht man darin ein Mittel zum Zweck der Stadtkasse !!!
15:22
Jetzt ist klar, warum die Stadt die vollkommen überflüssige Geschwindigkeitsbegrenzung auf der A2 so bereitwillig unterstützt hat. KOHLE !!!!
In Hessen sind unter Koch die sinnlosen Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen erheblich reduziert worden und in NRW sieht man darin ein Mittel zum Zweck der Stadtkasse !!!
09:37
Es handelt sich hier nicht um abzocke, sondern lediglich darum, dass es in diesem Bereich eine Geschwindigkeitsberenzung auf 80 Kmh gibt an die sich kaum ein Autofahrer hält. Um zu gewährleisten das diese Geschwindikeitsbegrenzung beachtet wird, muss man eben die Autofahrer zur Kasse bitten und dieses am besten mit drei Radarfallen eine ander Einfahrt, eine im Tunnelbereich und eine an der Ausfahrt diese ist in der Schweiz und in Italien mitlerweile die Regel und fast alle halten sich an die vorgeschribene Geschwindigkeit.
09:00
Was ich als sehr interessante Variante erachte ist die Abschnittskontrolle.
,,Der Begriff Abschnittskontrolle bezeichnet ein System zur Überwachung von Tempolimits im Straßenverkehr, bei dem nicht die Geschwindigkeit an einem bestimmten Punkt gemessen wird, sondern die Durchschnittsgeschwindigkeit über eine längere Strecke.
Dies geschieht mit Hilfe von zwei Überkopfkontrollpunkten, die mit Kameras ausgestattet sind. Das Fahrzeug wird sowohl beim ersten wie auch beim zweiten Kontrollpunkt fotografiert. Die Identifizierung der Fahrzeuge erfolgt anhand des Kfz-Kennzeichens mittels automatischer Nummernschilderkennung. Aufgrund der benötigten Zeit zwischen den beiden Kontrollpunkten wird eine Durchschnittsgeschwindigkeit ermittelt. Liegt diese über der erlaubten Höchstgeschwindigkeit, erfolgt eine automatische Weiterleitung der ermittelten Daten an die Exekutive.
Da alle Fahrspuren inklusive des Pannenstreifens überwacht werden, sind Spurwechsel irrelevant. Das System unterscheidet zwischen PKW, LKW und PKW mit Anhänger und kann somit unterschiedliche erlaubte Höchstgeschwindigkeiten berücksichtigen.
Hab ich jetzt einfach mal aus dem Wikipedia-Artikel kopiert. Finde ich aber als Alternative zu den Blitzern sehr gut! Vorallem weil man dann nicht punktuell den Verkehr verlangsam, sondern auf der gesammten Strecke!
08:36
Wenn unter diesen Trotteln, die hier nur von Abzocke reden, auch nur ein Gelsenkirchener ist, dann soll er sich bitte mal in Erle oder Resse in ein Wohngebiet stellen! Dort wird er feststellen, dass der Lärm unerträglich ist! Leider ist die A2 beim Neubau, im Bereich Tunnel, um ca. 5 m angehoben worden und der Baumbestand an der Autobahn wurde radikal entfernt! Bevor man irgendwelche dummen Sprüche klopft, solte man sich informieren!