Gelsenkirchen lernt in der VHS

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Das neue Programm der VHS Gelsenkirchen hat viel mehr zu bieten als nur Spanischkurse für den nächsten Trip zur Costa Brava. Die VHS bietet Kurse in 15 Sprachen an. In den Schulungsräumen in Gelsenkirchen-Mitte und in Buer findet der Fremdsprachenunterricht in Gruppen bis zu 16 Teilnehmern statt.

Umschlagplatz für Ideen

Gelsenkirchen lernt. Wissbegierig und immer lieber. Teilnehmer büffeln nicht nur Englisch, Französisch oder Italienisch, sondern auch Japanisch und Koreanisch. Sie brechen auf, um sich Gundermann, Knoblauchrauke und Giersch für den selbst zubereiteten Salat zeigen zu lassen. Sie lernen, wie man iPad, iPhone und Mac Book bedient, blicken hinter die Kulissen der Energiegewinnung aus Biomasse auf Hugo oder üben sich im Aktmalen.

Es gibt eine Reihe von Intensivkursen, die nach dem Arbeitnehmerweiterbildungsgesetz als Bildungsurlaub anerkannt sind, wie Präsentationscoaching, Stimme und Körpersprache im Beruf, Schauspielcoaching für den Berufsalltag, Einführung in die Praxis der PC-Arbeit oder Grundlagen der Webentwicklung.

Mit ihren hauptberuflich Beschäftigten und freiberuflichen Dozenten bildet die Volkshochschule aber auch einen „Umschlagplatz für Ideen“. Sie greift Anregungen für neue Angebote von Teilnehmern ebenso wie von Dozenten auf, die Mitarbeiter spüren als „Seismographen“ Themen und Fragestellungen auf, um so Kurse und Vorträge anbieten zu können, die Neugier und Interesse wecken.

So greift die VHS im neuen Semester das Thema Meinungsfreiheit als ein hohes Gut der Demokratie auf. „So sind die Kurse, Workshops, die literarischen und philosophischen Gesprächskreise und Lesungen an der VHS Gelsenkirchen auch immer wieder eine Einladung zum freien Dialog über das, was unsere Gesellschaft prägt und definiert“, heißt es im VHS-Programm.

Neu ist in diesem Semester ist die Kooperation mit dem Consol-Theater: Die VHS ist erstmalig Teil des Gelsenkirchener Erzählfrühlings. Die Kultur des Erinnerns ist hierbei ein wichtiges Thema, das von dem Gelsenkirchener Künstler Andre Wülfing aufgegriffen wird. Vor 70 Jahren: Wie haben Sie die letzten Kriegswochen verbracht? Welche Ereignisse werden Sie nie vergessen? Wann haben Sie wieder Hoffnung geschöpft? Der Workshop beginnt am 13. April, 10 Uhr, im Bildungszentrum Ebert-straße 19, Raum 124.

„Lichtmomente und Schattenseiten“ lautet der Titel eines Schreibseminars, in dem Teilnehmer unter Anleitung ihre persönliche Geschichte zu Papier bringen. Der Kurs beginnt am 16. März, 18 Uhr, in der Horster Str. 6.

Philosophie-Cafe und Literatur-Gesprächskreise sprechen den/die an, der/die sich im Dialog mit anderen über Odysseus oder die Kunst des Irrens, über Klaus Mann und Somerset Maugham austauschen möchte. Für Kunstinteressierte stehen Fahrten ins van Gogh-Museum Amsterdam und LWL Museum Münster auf dem Programm. Das Museum für Kunst und Kultur in Münster wurde Ende 2014 neu eröffnet

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