Gelsenkirchen feiert Spanien

Die 3. GEspana stand auf dem Neumarkt in Gelsenkirchen ganz im Zeichen von Tanz und Rhythmus. Im Bild: Apito Fiasko.
Die 3. GEspana stand auf dem Neumarkt in Gelsenkirchen ganz im Zeichen von Tanz und Rhythmus. Im Bild: Apito Fiasko.
Foto: Michael Korte
Was wir bereits wissen
Zum dritten Mal stand die Innenstadt am Wochenende im Zeichen spanischer Kultur und Lebensfreude.

Gelsenkirchen.. Hätte Citymanagerin Angela Bartelt an den beiden GEspaña-Tagen einen Schrittzähler getragen, sie hätte wohl locker dreifach den Ruhrmarathon geschafft. Permanent war sie zwischen Neumarkt und Bahnhofsvorplatz unterwegs, um mit Passanten, Geschäftsleuten, Künstlern und Köchen zu sprechen. „Wir sind zufrieden mit der Resonanz. Am Freitag, nachdem die größte Hitze weg war, wurde es noch richtig voll. Dass es mehr Stände gibt, ist auch gut angenommen worden“, zieht die Mitarbeiterin der City Initiative Bilanz.

Zum dritten Mal brachte GEspaña spanisches Flair nach Gelsenkirchen. Für viele Besucher und Teilnehmer eine Herzens- und Familiensache. Wie bei Salud Garcia. Während ihre elf Jahre alte Tochter Ainoah zusammen mit ihren Kolleginnen von der Flamenco-Kindertanzgruppe Algria am Samstag auf der großen Bühne am Neumarkt das Fest eröffneten, feuerte die Gelsenkirchenerin die jungen Künstlerinnen mit viel Begeisterung an. „Sehen Sie mal, meine Mutter ist auch da, sie ist über 70. Und unser jüngstes Flamenco-Baby schaukelt im Wagen mit. Rocio ist neun Monate alt.“ Angela Bartelt zeigte sich stolz über die Programm-Auswahl. „Wir haben renommierte Künstler und Gruppen aus ganz Deutschland dabei“, sagte sie.

Zugabe-Rufe und La-Ola-Wellen

Das heimische Tanzgruppen die Algria und Sin Nombre das Fest bereicherten, weckte selbst bei Profis Tanzlust. So hielt es Moderatorin Ann-Kathrin Krügel von Radio Emscher-Lippe nicht bescheiden an der Seite, nachdem sie Algria angekündigt hatte, zum Schluss gesellte sie sich zu den Mädchen und tanzte – in Jeans und Poloshirt neben den Señoritas in prächtiger Tracht - mit. Grund: „Da kann man einfach nicht ruhig bleiben!“

Zugabe-Rufe, La-Ola-Wellen, die Zuschauer gaben alles. Die Bands und Tänzer auch. So dichtete die Wuppertaler Samba-Truppe Apito Fiasko auf deutsch den Partyhit „E Viva España“ in „E Viva Gespaña“ um und brachte ihre Zuhörer dazu, aus voller Kehle mitzuschmettern.

Tapas und Paella bei GEspaña

Mit Tapas, Paella, diversen Fleischspießchen und Mandelkuchen war das kulinarische Angebot inklusive Wein so spanisch wie möglich. Biergenießer und Currywurst-Fans mussten auch nicht verdursten oder darben. Gelsenkirchen eben.

Wie in den beiden Vorjahren hatte es die Bühne auf dem Bahnhofsvorplatz im Vergleich zum Neumarkt etwas schwerer, Publikum anzulocken und zu halten, aber die Stimmung war ebenfalls gut. Auch lehrreich. So erklärte Chris Lopez (Flamenco-Gitarrist aus Bochum, Sänger und Komponist), der seine Kunst in Sevilla gelernt hat, wie vielfältig sein Sound ist. „Nehmen Sie Flamenco, Samba, Paso Doble, Walzer, Rumba, einfach alle Tänze, die Ihnen einfallen. Dann haben Sie eine ungefähre Ahnung davon, wie vielschichtig Flamenco ist.“