Gedenkstunde für Ruhnau im Musiktheater

Mit einer Gedenkstunde wird das Musiktheater im Revier am Sonntag, 19. April, um 11 Uhr Abschied nehmen von Prof. Werner Ruhnau, dem Architekten des Opernhauses am Kennedyplatz. Der prominente Baumeister und Künstler verstarb, wie berichtet, am 6. März in Essen im Alter von 92 Jahren.

Am letzten Wochenende wurde Werner Ruhnau in der Künstler-Nekropole Kassel in einer feierlichen Zeremonie beigesetzt. Schon zu Lebzeiten hatte sich der Architekt sein eigenes Grabmal errichtet. Auf dem Kasseler Areal können Künstler von „documenta-Rang“ zu Lebzeiten ihre eigenen Gräber errichten und sich dort bestatten lassen.

Ruhnau hatte nicht nur sein Grabmal in der Nekropole errichtet, sondern auch das Abschiedsritual für seine Beisetzung geplant und dieses seit 2004 jedes Jahr zum Geburtstag am 11. April mit Angehörigen und Gästen eingeübt. Vorbild für sein Grabmal war das Theater, denn Ruhnaus letzter Wunsch war es, dass seine Grabstätte als Ort des Festes und des Spiels genutzt wird.

Während der Gedenkfeier am Sonntag werden Redner an den Architekten, Künstler und Menschen erinnern, es spielt die Neue Philharmonie Westfalen, es tanzt das Ballett im Revier. Menschen, die hier Abschied von Werner Ruhnau nehmen möchten, können an der Gedenkfeier teilnehmen.