Gaffer, die Retter behindern, sind kein Thema

Gaffer, die die herbeieilenden Rettungskräfte bei Unfällen behindern oder es versäumen, den Opfern Erste Hilfe zu leisten, sind nach Angaben von Polizei und Feuerwehr in Gelsenkirchen kein Problem. „Es gibt keine signifikanten Vorfälle“, sagte Thorsten Sziesze, Sprecher der Gelsenkirchener Polizei. Bei Verkehrsunfällen auf Stadtgebiet sind die Beamten in der Regel schnell am Ort des Geschehens, die Unfallstelle zumeist schon von den Beteiligten in einem ersten Schritt abgesichert.

Ähnliche Töne wie die Polizei schlägt der Feuerwehr-Chef Michael Axinger an: „Gravierende Probleme durch so genannte Gaffer sind uns nicht bekannt.“ Es komme durchaus mal vor, dass sich bei einem Brand Schaulustige einstellten, aber aktenkundiges Fehlverhalten – etwa durch blockierte Zufahrtswege – durch Publikum gebe es nicht. „Die Menschen vor Ort machen in der Regel ganz schnell Platz. Mehr sogar. Wir haben die positive Erfahrung gemacht, dass Bürger blitzschnell reagieren und einen Notruf absetzen oder aber als gut ausgebildete Ersthelfer den Opfern zur Seite stehen“, sagte Axinger. Der Gelsenkirchener Branddirektor erinnerte daran, dass bei Unfällen der Verkehr meist schlagartig zum Stehen komme und dann den Rettungskräften Platz gemacht wird – so etwa wie in der Silvesternacht, als es auf der A2 zu einem Unfall kam und ein dort gerade auf dem Rückweg befindlicher Rettungswagen den Beteiligten zur Hilfe eilte.

Die Autobahnpolizei Münster, zuständig für Gelsenkirchen, konnte zum Thema Gaffer gestern noch keine Angaben machen.