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Für Real- und Hauptschulen sieht Beck keine Zukunft

14.03.2016 | 18:16 Uhr
Für Real- und Hauptschulen sieht Beck keine Zukunft
Stadtdirektor Dr. Manfred Beck diskutierte im Bildungszentrum mit Elternvertretern über das Thema Schule in Gelsenkirchen.Foto: Heinrich Jung

Gelsenkirchen.   Die Schullandschaft in Gelsenkirchen wird sich in den nächsten 15 Jahren drastisch verändern. Das glaubt zumindest Stadtdirektor Dr. Manfred Beck (Grüne).

Die Schullandschaft in Gelsenkirchen wird sich in den nächsten 15 Jahren drastisch verändern. Das glaubt zumindest Stadtdirektor Dr. Manfred Beck (Grüne). „Die Tendenz der Eltern geht dahin, dass zwei Schulformen gewählt werden: Das ist einerseits das Gymnasium und andererseits die Gesamtschule“, sagte er während einer Diskussionsveranstaltung mit Schüler- und Elternvertretern. Für Realschulen und Hauptschulen sehe er daher kaum eine Zukunft.

Während die Anmeldezahlen an den Hauptschulen im steten Sinkflug seien, fungierten Realschulen schon jetzt als Auffangbecken für alle, die weder zum Gymnasium noch zur Hauptschule gehen wollen. Beck rechnet damit, dass immer mehr Realschulen deshalb zu Gesamtschulen werden. In Erle etwa ist das bereits Realität. Seit dem Schuljahr 2014/2015 beherbergt die ehemalige Gerhart-Hauptmann Realschule die Gesamtschule; auch die Gertrud-Bäumer-Realschule in der Altstadt möchte zur Gesamtschule werden.

Sorge um die Zukunft der Förderschulen

Manfred Beck stellte sich im Gespräch den Fragen der Elternvertreter, die sich besonders um die Zukunft der Förderschulen sorgten. Ihnen versicherte der Stadtdirektor, dass er auch langfristig mit der Schulform plane, obwohl die Anmeldezahlen zurückgingen. „Wenn Eltern sich dafür entscheiden, bleibt die Schulform erhalten. Meine Zukunftsvision heißt also klar: mit diesen“, sagte der Grüne Schuldezernent. Stabil wären die Anmeldezahlen aber im Moment lediglich an der Hansa- und an der Albert-Schweitzer-Schule. Sie fördern Kinder mit geistiger Behinderung.

In Zukunft immer wichtiger: Integrationsfachkräfte. Das zeigte die Gesprächsrunde zwischen Schüler-, Eltern- und Stadtvertretern im Bildungszentrum. Zwar sei es laut eines Teilnehmers inzwischen „gut machbar“, eine solche Kraft für Kinder mit entsprechendem Förderbedarf zu bekommen, ein Problem entstehe aber dann, wenn die Fachkraft erkranke. „In der Realität sieht es dann so aus, dass es keine Vertretung für sie gibt und das Kind in Folge dessen nicht am Unterricht teilnehmen kann“, monierte er. Beck antwortete: „Das Problem ist bei uns angekommen, wir arbeiten daran.“

Unterschiedlicher Trend

Bei den Anmeldezahlen für die Gymnasien zeichnet sich ein unterschiedlicher Trend im Stadtsüden und –norden ab: Leibniz- und Max-Planck-Gymnasium müssen im kommenden Schuljahr Kinder abweisen, weil keine Plätze mehr frei sind. Einen Anmeldeeinbruch erleidet im kommenden Schuljahr nur das Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium. Im Gelsenkirchener Süden hingegen können alle Schüler aufgenommen werden. Die Gesamtschulen hätten allesamt Anmeldeüberhänge, so Beck. Bis auf die GSÜ. „Die Gesamtschule Ückendorf hat ein Imageproblem.“ Der Stadtdirektor stellte klar, dass er im Bereich Bildung die größten Zukunftschancen sieht. Gelsenkirchen werde schon jetzt „landesweit dafür anerkannt, dass wir trotz wenig Geld viel in Bildung investieren“.

Anna Katharina Wrobel

Kommentare
15.03.2016
10:25
Für Real- und Hauptschulen sieht Beck keine Zukunft
von roteremscherbote | #5

Kann man den Eltern vorwerfen, dass Beste für ihr Kind zu wollen und sie auf eine Schule zu schicken, wo ihnen mehr Möglichkeiten offen stehen?

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2016-03-14 18:16
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