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Todesfall

Für Gelsenkirchener JVA-Leiter deutete nichts auf Suizid hin

19.01.2015 | 15:21 Uhr
Für Gelsenkirchener JVA-Leiter deutete nichts auf Suizid hin
Fast 560 Inhaftierte sitzen derzeit ihre Strafen in der JVA Gelsenkirchen ab. IFoto: Martin Möller

Gelsenkirchen.  Ein 39 Jahre alter Mann erhängte sich Freitag in seiner Zelle in der Justizvollzugsanstalt Gelsenkirchen. Mit einer Andacht nahmen Inhaftierte und Bedienstete Montag Abschied.

Mit einer Andacht für Häftlinge und Bedienstete in der Kapelle der Justizvollzugsanstalt Gelsenkirchen wurde Montag an den 39 Jahre alten Mann gedacht, der sich Freitagabend in seiner Zelle das Leben genommen hat. „Das ist hier bei uns so üblich. So ein Fall ist für Mitarbeiter und Inhaftierte gleich schwierig zu verkraften“, so Anstaltsleiter Carsten Heim. Im Mai 2012 hatte es den bis dahin letzten Selbstmord in der JVA in der Feldmark gegeben.

Der Häftling hatte sich Freitag nach der Abendessenausgabe mit einem Gürtel erhängt. Bei der anschließenden Einschlusskontrolle um 19.50 Uhr wurde er leblos aufgefunden. Der alarmierte Notarzt konnte dem Mann nicht mehr helfen (WAZ berichtete). Der Verstorbene wird obduziert, Staatsanwaltschaft und Polizei haben laut Heim die weiteren Ermittlungen übernommen.

Der verurteilte Mörder verbüßte seit 1999 eine lebenslange Haftstrafe

Anzeichen für einen Freitod habe es nicht gegeben, betont Heim. Im Gegenteil: Der 39-Jährige „war viel im Kontakt mit den Beschäftigten“. Außerdem habe er am Umschluss teilgenommen. Gefangene haben dann die Möglichkeit, mit einem anderen Gefangenen im Haftraum eingeschlossen zu werden. Hätte es Anzeichen für einen Suizid gegeben, wäre die Kontrolle erhöht oder der Betroffene in eine Zelle mit Mehrfachbelegung einquartiert worden.

Der verurteilte Mörder verbüßte seit 1999 eine lebenslange Haftstrafe. In der JVA Gelsenkirchen war er erst seit letzten November. Verlegt wurde er von der JVA in Bielefeld-Senne, wo er bereits im offenen Vollzug war. Doch die Lockerungen dort waren nach Verstößen aufgehoben worden. Doch in Gelsenkirchen stand der 39-Jährige nun erneut vor dem Wechsel in die so genannte Behandlungsabteilung , wo er unter anderem in Einzeltherapie auf eine künftige Entlassung aus der Haft vorbereitet werden sollte. Heim: „Der Wechsel war für nächsten Freitag geplant.“

Aktuell sitzen in der Justizvollzugsanstalt Gelsenkirchen fast 560 inhaftierte Frauen und Männer ein.

Jörn Stender

Kommentare
23.01.2015
09:19
@ #2
von Taubenfutter | #3

Ihnen und nicht "Tankerkurt" ist vorzuhalten: Wer lesen kann ist klar im Vorteil.


Üblich wird ein Vorgang immer dann, wenn er regelmäßig auftritt...
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2015-01-19 15:21
Gelsenkirchen