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Die Fronleichnamsprozession der Gemeinde St. Augustinus zog sich durch die Gelsenkirchener Innenstadt.
Die Fronleichnamsprozession der Gemeinde St. Augustinus zog sich durch die Gelsenkirchener Innenstadt.
Foto: Michael Korte
Was wir bereits wissen
Fronleichnam zogen die katholischen Gemeindemitglieder von St. Augustinus durch die Innenstadt. Einige Teilnehmer laufen seit ihrer Kindheit mit.

Gelsenkirchen.. Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich die katholischen Gemeindemitglieder am Donnerstagmorgen an der St. Augustinus Kirche, um an der Fronleichnam-Prozession durch die Gelsenkirchener Innenstadt teilzunehmen.

Fronleichnam feiern die Katholiken das heilige Sakrament und den Leib Christi in die Öffentlichkeit.

Von dort zogen die Pilger dann mit Fahnen und in Begleitung von einem Blasorchester Richtung St. Vinzenz-Haus. Im angrenzenden Park wurde gegen elf Uhr ein Zwischenstopp eingelegt und die Bewohner des Seniorenwohnheims erhielten von Propst Manfred Paas den sakramentalen Segen.

Überall Flaggen mit Kreuze am St. Vinzenz-Haus

Überall hingen Flaggen mit Kreuzen in dem Garten vor dem Gebäude. Weiße Kerzen schmückten den aufgebauten Segenaltar. Helwig Peter, Hausmeister des St. Vinzenz-Hauses erklärt: „Seit heute früh haben wir hier aufgebaut und die Fahnen aufgehängt.“

Gemeinsam wurde das Statio-Lied gesungen und eine Fürbitte von Marlies Gromöller gehalten. „Ich bin sehr berührt. Der Park und das gute Wetter sorgen für eine angenehme Atmosphäre“, sagt Ursel Schaub, die im Haus Monika lebt.

Jedes Jahr ist die 77-Jährige bei dem katholischen Feiertags-Fest dabei. Auch Änne Rogalla aus dem St. Vinzenz-Haus war fasziniert: „Die Prozession ist sehr schön und hat etwas Feierliches.“

Prozession als jährliche Aufgabe der Kirche

Eine Besucherin, die nicht namentlich genannt werden möchte: „Seit meiner Kindheit laufe ich hier mit.“ Die freundliche Frau fügt hinzu: „Besonders spannend finde ich, dass die Messe zusammen mit den Spaniern, Italienern und Kroaten stattfindet.“ Danach führte der Prozessionsweg weiter Richtung Liebfrauenkirche. Neben vielen älteren Besuchern waren auch Kinder dabei, die ebenfalls Fahnen oder Banner mit goldenen Kelchen bei sich trugen.

Karl-Heinrich Schneider: „Für mich ist es eine alljährliche Aufgabe und ein freudiges Ereignis, an der Prozession teilzunehmen.“ Der 65-Jährige erklärt: „Durch diese Zeremonie bringen wir den Segen in die Stadt Gelsenkirchen, auch für die Menschen, die Zuhause geblieben sind.“

Den weiten Weg auf sich genommen hat auch die 85-jährige Anneliese Lecher, Mitglied der katholischen Frauengemeinschaft: „Jedes Jahr gehe ich mit, weil es ein Bedürfnis für mich ist. Es würde mir fehlen, nicht Mitlaufen zu können. Eigentlich hatte ich nur vorgehabt, bis zum St. Vinzenz-Haus zu laufen. Jetzt bin ich aber doch bis zur Liebfrauenkirche mitgekommen.“ Anschließend wurde in der Liebfrauenkirche eine Messe abgehalten und der Jugendpfarrer Wichmann verabschiedet. Ab Advent tritt er die Position als Propst in Oberhausen an.