Feuer-Probe für drei FH-Studenten

Christopher Eulering, Christoph Heinrichs und Benjamin König (v.l.n.r.) stellten  ihre Abschlussarbeiten zum Bachelor in technischer Informatik bei der Feuerwehr in Dortmund auf den Prüfstand. Dort wurden im Rahmen eines EU-Projektes verschiedene Rettungs- und Aufklä¤rungsroboter getestet. Foto: FHG/MV
Christopher Eulering, Christoph Heinrichs und Benjamin König (v.l.n.r.) stellten ihre Abschlussarbeiten zum Bachelor in technischer Informatik bei der Feuerwehr in Dortmund auf den Prüfstand. Dort wurden im Rahmen eines EU-Projektes verschiedene Rettungs- und Aufklä¤rungsroboter getestet. Foto: FHG/MV
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Gelsenkirchen.. Dass Theorie und Praxis oftmals einer Prüfung auf gemeinsame Nenner bedürfen, erfuhren Christopher Eulering (24), Christoph Heinrichs (23) und Benjamin König (23) am eigenen Leib beim Test ihrer Bachelor-Arbeiten durch die Feuerwehr.

Die drei sind Studenten der technischen Informatik an der Fachhochschule Gelsenkirchen und befassten sich in ihrer Bachelorarbeit mit der Weiterentwicklung eines Rettungsroboters.

Dieser soll der Feuerwehr an gefährlichen Einsatzorten zur Aufklärung und Rettung von Menschen dienen. Nun stellten sie ihre Entwicklung auf die (Feuer-)Probe. Unterstützt durch das EU-Forschungsprojekt „NIFTi“ (Natural Human-Robot Interaction in Dynamic Environments) konnten sie ihre System auf dem Gelände der Feuerwehr Dortmund testen.

Nicht an der Realität vorbei entwickeln

Wie wichtig solche Praxistests sind, um nicht an der Realität vorbei zu entwickeln, weiß nun Heinrichs. Sein Teilprojekt war die Konzipierung eines Touchpanels zur Steuerung des Roboters. „Dabei müssen die Tasten groß genug sein, denn als ich einen Feuerwehrmann bat, den Roboter versuchsweise über das Panel zu steuern, hatte dieser seine im Einsatzfall vorgeschriebenen Handschuhe an. So erfuhr ich, wie wichtig Praxistests sind“, sagt Heinrichs.

Eine weitere dieser Kleinigkeiten, auf die die Studenten ohne die Probe aufs Exempel nicht gekommen wären, hing ebenfalls mit den Handschuhen zusammen. Denn Touchpanels reagieren nur auf die Berührung von Fingern, weshalb sie sich als Steuerungselement durch Handschuh-tragende Feuerwehrleute eigentlich nicht sonderlich gut eignen. Im Einsatzfall, so Heinrichs, sei es dem Feuerwehrmann aber erlaubt, den Handschuh zur Bedienung auszuziehen.

Neben der Steuerung kümmerte sich Christopher Eulering um die Verbesserung der Kommunikation zwischen Bediener und Roboter, um eine Verbindung auch aufrecht erhalten zu können, wenn Strahlung oder Funkloch für Beeinträchtigung sorgen. Königs Job war es, einen Lasertaststrahl zu entwickeln, der durch Umrechnung in räumliche Bilder einen Eindruck vom Szenario ermöglicht.