Festival wäre ein Gewinn

Das Festival „Rock im Revier“ wäre ein Gewinn. Für Gelsenkirchen, aber auch für das Ruhrgebiet. Insofern möchte man den Veranstaltern die Daumen drücken. Ein dreitägiges Musik-Happening aus der Eifel mal eben ins Berger Feld zu verlegen, ist ein sehr ambitioniertes Vorhaben. Und ja, da darf es an manchen Stellen in der Planungsphase sicher auch mal ruckeln, ehe alles, was organisatorisch bedeutend ist, glatt gezogen ist.


Das aber ist der Punkt. Die Stadt macht dem Veranstalter Zugeständnisse bei den zeitlichen Fristen, die für die Prüfung einer Großveranstaltung dieser Art deutlich länger wäre als gerade mal vier Wochen. Seit Duisburg 2010 schlagen die Uhren hier völlig anders. Aber gerade weil die Zeiträume kurz sind und der Arbeitsdruck entsprechend hoch ist, muss trotzdem höchste Sorgfalt geboten sein. Denn, man will es nicht beschreien, Augen zu und durch – das geht bei Massenveranstaltungen nun mal gar nicht mehr.


Insofern darf man sich wundern. Darüber etwa, dass die Veranstalter die Bands Metallica, Muse und Kiss aufgrund der Verträge nicht einfach in der Veltins-Arena abrocken lassen. Angesichts der großen Fan-Gemeinde dieser Gruppen könnten so vertraglich fixierte Garantiesummen eingespielt und das wirtschaftliche Risiko kompensiert werden. Eine Planung für ein dreitägiges Festival könnte danach für 2016 entsprechend durchdacht werden. Und allen nutzen. Gelsenkirchen, dem Ruhrgebiet und den Veranstaltern.