Fan ohne Gedächtnis, Fahrer komplett in Rage

Ohne gute Vorsätze ins neue Jahr gestartet war offensichtlich ein 41-jähriger Radler aus Gelsenkirchen – gleich zweimal geriet er mit Polizei und Gesetz in Konflikt. Am 10. Januar stritt er sich nachts starrköpfig mit einem Autofahrer darüber, wer von den beiden denn nun über die rote Ampel gefahren sei, nur um dann der Polizei zu erzählen, er sei gar nicht gefahren – er habe sein Rad geschoben. Mit einem stattlichen Alkohol-Wert von 2,24 Promille erschien ihm das wohl als die beste Ausrede. Zu dumm nur, dass der Radler sich anschließend wieder auf den Drahtesel schwang und erneut von den Beamten erwischt wurde.


Wenig Umsicht zeigte am 18. März ein Autoknacker in Schalke. Als er die Seitenscheibe eines Autos einschlug, verletzte er sich an der Hand und vergaß ob der Schmerzen sein Handy im Wagen. Zunächst floh der Dieb mit seiner Beute, einem Navigationsgerät. Als er dann später zurückkam, um das entlarvende Telefon zu holen, lief er der Polizei geradewegs in die Arme.


Die Polizei als „Freund und Helfer“: Dem 51-jährigen Rudolf S. halfen Beamte, sein Auto wieder zu finden. Der Fan von Eintracht Braunschweig konnte sich beim besten Willen nicht mehr daran erinnern, wo er seinen Wagen nach dem Schalke-Spiel am 22. März abgestellt hatte. Gut zwei Wochen später reiste er dann überglücklich nach Buer, um seinen blauen Skoda wieder abzuholen.


Nicht besser erging es einem wütenden Senior. Als der 71-jährige Gelsenkirchener seinem Ärger per Anruf bei der Notruf-Zentrale am 10. April Luft verschaffen wollte, konnten die Polizisten ihn noch am selben Tag zur Rechenschaft ziehen. Der Rentner hatte den Polizisten damit gedroht, sie „abzuknallen“. Kurz darauf stand bei dem Anrufer auch schon die Polizei vor der Tür – er hatte nämlich bei dem Drohanruf seine Rufnummer gleich mit übermittelt. Den Grund für seinen Wutanfall wollte der Mann bei seiner Vernehmung übrigens partout nicht preisgeben.


Auch ein 22-jähriger Gelsenkirchener ließ seiner Wut nach einer Polizeikontrolle am 21. Mai freien Lauf. Er richtete sie jedoch gegen seinen eigenen Wagen, den er vor lauter Ärger demolierte. Diesen wollten die Beamten nämlich nach eine Verkehrskontrolle wegen schwerer Mängel aus dem Verkehr ziehen. Nach dem Wutanfall ist er (erst recht) schrottreif.


Eine erfreuliche Nachricht vermeldete die Polizei Mitte Mai: Ein einjähriges Baby konnte ohne Folgeschäden aus dem Krankenhaus entlassen werden. Einen Monat zuvor war es zehn Meter tief aus einem Fenster gestürzt und hatte sich lebensgefährlich verletzt.


„Lediglich zwei Gläser Wein“, habe sie getrunken, das versicherte eine überaus stark nach Alkohol riechende 30-jährige Frau den Polizeibeamten nach einem Auffahrunfall, den sie Mitte Mai verursacht hatte. Mit einem rekordverdächtigen Wert von 3,26 Promille musste sie mit auf die Polizeiwache.