Falkengruppe fährt zu Ostern zur Gedenkstätte Auschwitz

Foto: Frank Oppitz

In diesen Wochen jährt sich die Befreiung des Konzentrationslager Auschwitz zum 70. Mal. Dieses denkwürdige Jahr nutzen die Falken, um die Gedenkstätte Auschwitz mit Jugendlichen zu besuchen, um Wissen und Erinnerung wach zu halten.

In der Zeit vom Montag, 6. April, bis zum 10. April besucht die Gelsenkirchener Gruppe – als eine von vielen Falkengruppen mit insgesamt 550 Teilnehmern aus ganz Deutschland – die Gedenkstätte Auschwitz und beschäftigt sich intensiv mit dem Nationalsozialismus und dem Holocaust, kündigt Christin Riedel vom Vorstand der Gelsenkirchener Falken an.

„In kleineren Gruppen werden wir das ehemalige Vernichtungslager der Nazis besichtigen und vieles über die Gräueltaten erfahren. Zudem stehen verschiedene Workshops zum Thema auf dem Programm. Am Ende der Fahrt steht auch eine Gedenkveranstaltung zur Befreiung von Auschwitz vor 70 Jahren an“, so Riedel weiter. Dieser Gedenkakt soll in dezentraler Form, in vielen kleinen Gruppen geschehen und von den Jugendlichen und ihren HelferInnen gemeinsam vorbereitet werden.

„Als Jugendverband der Falken übernehmen wir Verantwortung , Erinnerung und Gedenken an den Holocaust aufrecht zu erhalten. Das Damals zu verstehen, um im Heute handeln zu können, ist Ziel unserer Erinnerungsarbeit.“, so Sebastian Kolkau, Vorsitzender der Gelsenkirchener Falken.

„Rechtsradikalismus ist leider noch längst nicht Geschichte. Überall in Deutschland wird gegen Unterkünfte für Geflüchtete protestiert und das Phänomen Pegida zeigt, dass rassistisches Gedankengut nicht aus der Mitte der Gesellschaft verschwunden ist. Darum ist Erinnerungsarbeit gerade auch heute noch wichtig“, so Kolkau abschließend.