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ADAC stellt klar:

Fahrer zahlen Schäden durch Schlaglöcher meist selbst

15.02.2010 | 08:48 Uhr

Gelsenkirchen. Laut TÜV Rheinland sind derzeit gut 40 Prozent der deutschen Straßen mit Schlaglöchern infolge des Frostes übersät. Der ADAC stellt klar: Autofahrer, die sich hieran den Wagen demolieren, bleiben fast immer auf den Reparaturkosten sitzen. Denn sie haben eine besondere Sorgfaltspflicht.

Ganz schön teuer werden kann dieser Winter für Autofahrer, die über die zahllosen Schlaglöcher auf den Straßen stolpern. Nach Angaben des TÜV Rheinland sind derzeit bereits gut 40 Prozent deutscher Straßen mit solchen Frostschäden übersät.

Wer sich jetzt dabei seine Reifen demoliert, die Federn durchschlägt oder bei tiefer gelegten Fahrzeugen Spoiler und Ölwannen beschädigt, der bleibt fast immer auf den Kosten sitzen.

Hohes Maß an Verantwortung

Weder die eigene Versicherung noch die Kommune sind nämlich für solche Schäden haftbar zu machen. Auf WAZ-Anfrage teilte ADAC-Sprecher Peter Meintz mit, dass die Kommunen grundsätzlich zwar eine Verkehrssicherungspflicht haben, aber den Bürger treffe gerade bei solcher Witterung ein ganz hohes Maß an Eigenverantwortung.

Die Kommune müsse allerdings auf die Gefahr hinweisen, was sie mit Schildern tun könne, mit einem Tempolimit, mit öffentlichen Aufrufen in den Medien. In Gelsenkirchen ist dies bekanntlich geschehen, da sind der Stadt sogar – wie berichtet – zeitweise die Warnbarken ausgegangen und man musste Fremdfirmen um Hilfe bitten, als insgesamt 90 Gehwege wegen Frostschäden zeitweilig gesperrt werden mussten.

60 Tonnen Asphalt

Nach weiteren Angaben von Stadtsprecher Oliver Schäfer wurden auf den rund 700 Kilometer Straßen Gelsenkirchens bis jetzt 60 Tonnen Kaltasphalt an 50 nennenswerten Unfallgefahrenpunkten zur provisorischen Ausbesserung verarbeitet. In einem „normalen“ Winter waren das bislang gerade einmal zehn Tonnen auf fünf bis zehn solcher Stellen.

Kommunen sind -- so der ADAC weiter -- durchaus verpflichtet, diese Löcher und Stolperfallen binnen drei Wochen provisorisch zu flicken. Wenn sie all diesen Pflichten nicht nachgekommen sei, dann erst träfe sie eine Haftung.

Nicht zu übersehen

Der Autofahrer muss in dieser Zeit selbst das Heft in die Hand nehmen, langsam und vorsichtig fahren, Abstände einhalten und Löcher umkurven, ohne andere zu gefährden. Ein 50 Zentimeter großes Schlagloch sei schließlich nicht zu übersehen. Wer dann da mit hohem Tempo reinbrettere, sei selber Schuld, wenn am Wagen etwas kaputt gehe, hieß es dazu auf WAZ-Anfrage.

Ebenso stehe es mit der Haftungsfrage für Zweiradfahrer. Hier wundert sich der ADAC-Sprecher ohnehin, wie man bei derartigen Witterungsverhältnissen beispielsweise mit dem Fahrrad durch Schneematsch, Glatteis und gefrorenem Patsch radeln kann. Da sei ein Unglück doch geradezu vorprogrammiert. Das geforderte hohe Maß an Eigenverantwortung fehle da ganz gewiss.

Haftungsfrage bei Fußgängern ähnlich

Was Fußgänger angehe, sehe die Haftungsproblematik deckungsgleich aus. Stöckelschuhe oder Pumps hätten bei diesen Witterungsverhältnissen nichts an den Füßen zu suchen. Da dürfe sich niemand wundern, falle er auf glatten Wegen auf die Nase. Wer als Hausbesitzer seinen Pflichten nachkomme, freischaufele und streue, habe seine Pflichten erfüllt. Der Fußgänger müsse sich ausreichend selbst vorsehen.

Stürze dann doch jemand, der mit dicken Wanderstiefeln vorsichtig unterwegs ist , dann käme es auf eine Einzelentscheidung dieses individuellen Falles an. Aber auch nur dann.

Christa Gruber

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Kommentare
15.02.2010
13:58
Fahrer zahlen Schäden durch Schlaglöcher meist selbst
von ben | #18

Wenn eine Straße Fachgerecht gebaut wird kann kein Wasser eindringen und somit durch Frost kein Schaden entstehen. Wer hat die Straßen bauen lassen? Wer hat für offensichtlich unsachgemäße Arbeit bezahlt?

15.02.2010
09:32
Fahrer zahlen Schäden durch Schlaglöcher meist selbst
von Jo | #17

Ich frage mich, wie viele von denen, die hier über die ostdeutschen Straßen schreiben, tatsächlich schon mal im Osten war...

15.02.2010
08:16
Fahrer zahlen Schäden durch Schlaglöcher meist selbst
von andre b. | #16

Die meisten Löcher sieht man unterm Schnee(matsch) ja nicht mal, weil nicht geräumt wird....

Der Soli muss nicht weg - der Geldfluss muss die Richtung ändern!

14.02.2010
11:56
Fahrer zahlen Schäden durch Schlaglöcher meist selbst
von Heinz Kolb | #15

Liebe Leute, im Jahre 1992 wurde der Soli für den Aufbau Ost Eingefürt. Mitlerweile sind in den Ostdeutschen Städten die Straßen so gut Ausgebaut, davon können wir im Westen, egal ob in Bochum, Gelsenkirchen usw nur Träumen.
Die Kommunen Zahlen noch immer für den Aufbau Ost, wenn das Geld in unseren Städten bleiben würden, gäb es nich solche Lächer in den Straßen wie oben im Bild zusehen ist.

13.02.2010
22:03
Fahrer zahlen Schäden durch Schlaglöcher meist selbst
von touch | #14

#3 Elektrosteiger:
Sie haben Rrecht mit Ihrer Einschätzung der Lage.
Allerdings überfsehen Sie, daß die Kommunen die Straßenschäden als willkommene Einnahmequelle mißbrauchen werden.
Und zwar wird es bei der Aufstgellung von Schildern, die auf die Sgtraßenschäden hinweisen nicht bleiben. Mit der Aufstellung der Hinweisschilder wird sicherlich auch gleichzeitig eine Geschwindigkeitsbeschränkung verordnet werden - und das ruft dann die städtischen Blitzer auf den Plan um endlich richtig absahnen zu können, was dann alle möglichen *********** und kommunale Grüne hocherfreuén wird, daß der böse, böse Autofahrer endlich mal wieder so richtig abgewatscht wird!
(Gefundene Schreibfehler spende ich gerne dem Finder!)

13.02.2010
19:05
Fahrer zahlen Schäden durch Schlaglöcher meist selbst
von immer freundlich | #13

Zitat: Ebenso stehe es mit der Haftungsfrage für Zweiradfahrer. Hier wundert sich der ADAC-Sprecher ohnehin, wie man bei derartigen Witterungsverhältnissen beispielsweise mit dem Fahrrad durch Schneematsch, Glatteis und gefrorenem Patsch radeln kann. Da sei ein Unglück doch geradezu vorprogrammiert. Das geforderte hohe Maß an Eigenverantwortung fehle da ganz gewiss.

der adac-onkel hat wohl noch nie den öpnv in gelsenkirchen in anspruch genommen. er soll doch mal versuchen, nachts gegen 4 uhr von der arbeitstelle in schalke nach hause in horst zu kommen. nur laufen ist schöner.

13.02.2010
17:57
Blockierter Kommentar.
von DietmarKalaschnikow | #12

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

13.02.2010
16:38
Fahrer zahlen Schäden durch Schlaglöcher meist selbst
von manni | #11

Die Schlaglöcher in manchen Köpfen sieht man hier sehr deutlich!
Nicht hinein fallen!
Der Staat sind wir und ich bin nicht versifft! Es tut meist gut, erst einmal bei sich selbst zu schauen und dann außerhalb.
Viel Spaß dabei!

13.02.2010
11:19
Blockierter Kommentar.
von DietmarKalaschnikow | #10

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

13.02.2010
09:55
Fahrer zahlen Schäden durch Schlaglöcher meist selbst
von Partei freier Autofahrer | #9

Am besten zur Notwehr greifen und keine KFZ-
Steuer mehr bezahlen und an der Tanke nur noch
den Preis für das Benzin ohne Steuer. Vielleicht
wird dann auch ein Fond AUFBAU-WEST ein
gerichtet.
Wofür bezahlen denn Autofahrer bisher eigentlich
über 400% dessen, was für den Straßenbau aus
gegeben wird?

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