Ev. Gesamtschule Gelsenkirchen fürchtet um Zuschüsse

Hier wird gemeinsam gelernt: Klassengebäude der Evangelischen Gesamtschule in Bismarck.
Hier wird gemeinsam gelernt: Klassengebäude der Evangelischen Gesamtschule in Bismarck.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Eine neue Verordnung sieht Änderungen bei der Finanzierung des Gemeinsamen Lernens vor. Die Stadtverwaltung wird aktiv, um das Angebot zu sichern.

Gelsenkirchen.. Eine neue Verordnung der Landesregierung zur Finanzierung von Gemeinsamem Lernen auch an privaten Ersatzschulen vom Januar 2015 sorgt für Unruhe an der Evangelischen Gesamtschule in Gelsenkirchen (EGG).

An der Schule in Bismarck wird das Gemeinsame Lernen schon seit Langem gewissenhaft gepflegt. Dennoch fürchtet die Schulleitung, künftig nicht mehr die entsprechenden Zuschüsse für das Gemeinsame Lernen zu bekommen, weil das Land in jener Verordnung festgeschrieben hat, dass Ersatzschulen zwei Schüler mit Förderbedarf für jede Klasse des Jahrgangs aufgenommen haben muss, um die Unterstützung zu bekommen. Eine Teilunterstützung nach realer GL-Schülerzahl soll nicht möglich sein.

Bildungsdezernent will sich einsetzen

Da der Träger der EGG, die evangelische Kirche, jedoch auch bei anderen eigenen Einrichtungen wie Kindertagesstätten stark auf die sichere Finanzierung durch Landeszuschüsse achtet, fürchtet man nun Sanktionen, wenn die Mindestzahl unterschritten wird.

Bildungsdezernent Dr. Manfred Beck ist bereits informiert und eingebunden und ist im Gespräch mit der Schulaufsicht in Person von Schulamtsdirektor Bernhard Südholt, damit sicher gestellt bleibt, dass es genügend Zuweisungen gibt, um die Zuschüsse zu sichern.

Man wisse um die Qualität der Arbeit der EGG und werde sich gemeinsam dafür einsetzen, dass diese nicht gefährdet werde, versicherte Dr. Beck auf Nachfrage von Ulrich Jacob, dem bildungspolitischen Sprecher der SPD zuletzt im Bildungsausschuss.