Es gibt Ideen für 230 Beschäftigungsprojekte
14.01.2013 | 17:11 Uhr 2013-01-14T17:11:00+0100
Gelsenkirchen. Der Gelsenkirchener Appell und seine Umsetzung beschäftigen die Politik. Schon vor dem Jahreswechsel war es SPD-Fraktionsgeschäftsführer Günter Pruin, der die Diskussion nach einer Phase völliger Ruhe um das Thema wieder entfachte. Nun meldet sich mit Lutz Dworzak, dem Vorsitzenden des Ausschusses für Arbeit und Soziales, erneut ein Genosse zu Wort.
„Ich habe Sozialdezernentin Karin Welge gebeten, den Ausschuss für Arbeit und Soziales am 23. Januar über die weitere Konkretisierung der Umsetzung zu informieren“, erklärte Dworzak. „Wenn der Bund mitzieht, könnte sich endlich eine erfreuliche Entwicklung ergeben. Die Ausschussmitglieder sollten zeitnah über weitere Machbarkeitsaspekte von Projekten für arbeitslose Menschen unterrichtet werden.“
Träger sind an finanzielle Grenzen gestoßen
Wie berichtet wurde der Gelsenkirchener Appell im Juli 2012 gemeinsam von einem breiten lokalen Bündnis bestehend aus Vertretern der demokratischen Ratsfraktionen, der Kirchen, der Wohlfahrtsverbände und der Gewerkschaften auf den Weg in Richtung Düsseldorf und Berlin gebracht, um eine öffentlich geförderte Beschäftigung für die vielen Langzeitarbeitslosen einzufordern, die es in der Stadt gibt.
Die erzeugte Bewegung in der Umsetzung des Appells reklamiert Dworzak für die SPD. Sie habe vorgeschlagen, dass die Anstellungsträger von der Lohnrefinanzierung befreit und die Löhne zu 100 Prozent von Stadt und Bund getragen werden sollen: „Denn die Träger sind durch das, was sie bereits jetzt zur Eingliederung von Arbeitslosen tun, längst an die Grenzen ihrer finanziellen Möglichkeiten gestoßen.“
Bereits 230 Projektideen liegen vor
Lutz Dworzak hofft, dass bald erste konkrete Projekte gestartet werden können: „Zur Zeit liegen bereits Projektideen für etwa 230 zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten für Langzeitarbeitslose vor.“
Bei der Vergabe habe für die SPD neben der Qualität der Erhalt der Trägervielfalt hohe Priorität. Mögliche Träger der Beschäftigungsmaßnahmen seien die lokal ansässigen Wohlfahrtsverbände, die Kirchen und die städtischen Eigenbetriebe.
18:12
Dass sPD und cdU sich dem Gelsenkirchener Appell zugeschrieben haben gleicht einem öffentlichen Offenbarungseid darüber, dass das Projekt HARTZ IV in Gänze kläglich gescheitert ist.
Doch statt die einzig sinnvolle Konsequenz daraus zu ziehen, nämlich die sofortige Abschaffung dieses Unrechtsgesetzes und im Gegenzug die zuvor geltende und sehr gut funktionierende Trennung in Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe zu beschließen wird schlechtem Geld noch mehr gutes Geld hinterhergeworfen und so noch mehr Steuergeld hirn- und sinnlos verbrannt.
Schröder hat sich seinerzeit lautstark gemeldet und getönt "man möge ihn an den sinkenden Arbeitslosenzahlen messen".
Wie wir alle wissen steigt die Arbeitslosigkeit seit Jahren unaufhörlich. Schröder ist an seinem versprechen gescheitert.
Die sPD ist an HARTZ IV gescheitert.
Die neueste FORSA-Umfrage bestätigt den Untergang der sPD!
11:31
für das andere Menschen schuften müssen.
Das Arbeitsamt (Jobcenter) will die Statistik beschönigen.
So treffen sich die Interessen mal wieder...
Man sitzt ja gemeinsam in den Gremien!
09:08
interne Stellungnahme des DGB zum ÖBS von 2007:
"...bei der Überprüfung der Jobs im Öffentliche Beschäftigungssektor zu einer "sehr kritischen Einschätzung" kam. So sei die "Qualität der Maßnahmen" ungenügend, es stelle sich oft die Frage der Sinnhaftigkeit. Es gebe eine "Verdrängung regulärer Arbeit im handwerklichen Bereich, aber auch bei personenbezogenen Dienstleistungen". Öffentliches Interesse sei oft nicht gegeben. Zudem gebe es die Gefahr der "Mitnahmeeffekte in der Trägerszene, Missbrauch und Doppelfinanzierung". Zudem sei eine verstärkte Eingliederung von Langzeitarbeitslosen in den ersten Arbeitsmarkt nicht zu beobachten."
In anderen Städten (u.a. Berlin) wurde dieses Modellprojekt wegen Erfolglosigkeit eingestellt, warum sollte Gelsenkirchen dies nun kopieren?
22:16
MENSCHEN UND MASSNAHMEN
Neues von der Arbeitsagentur
Qualifizierungskurs:
Arbeitslose singen Streiklieder!
gefördert von der Agentur für Arbeit mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds im Jobcafé (gleich neben dem Jobclub im Kompetenzzentrum an der Autobahnausfahrt).
Das Singen von Streikliedern stärkt nachhaltig das Selbstbewusstsein unserer Kunden und verschafft ihnen ein nachhaltiges Gemeinschaftserlebnis. Neue soziale Strukturen werden in anarchistischen Gruppengesängen ganz spielerisch eingeübt. Mit Pauken und Trompeten werden Werte wie Pünktlichkeit und Fleiss vermittelt und so die Chancen auf einen Arbeitsplatz erhöht.
Parallel dazu beginnt der Qualifizierungskurs „Ein Euro-Jobber singen Streiklieder“. Natürlich abends, damit vorher die Arbeit erledigt werden kann.
Über die Einrichtung der Maßnahme „Aufstocker singen Streiklieder“ wird noch nachgedacht.
21:32
Neue 1 Euro-Jobs vom Amt!
Folgende Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung (MAE) sind in dieser Woche zu besetzen:
1. Rote Autos zählen, 2. grüne Autos zählen, 3. ganz laaangsaham den Hof fegen, 4. ganz laaangsaham den Hof verschmutzen, 5. Maulaffen feilhalten auf dem Hof einer weiterführenden Schule! 6. Drehtür zuschlagen am Rathaus ubnter sozialpädagogischer Aufsicht.
Wer gelbe Autos zählen will, muss sich dazu das graue Antragsformular 6^1237oha!2315XX08/15 in der Zeit zwischen 11.30-11.32 Uhr montags in acht Tagen in Zimmer 326 abholen und doppelt in DRUCKBUCHSTABEN beschrieben wieder abgeben (gegen Quittung! Bitte gut aufbewahren).
Ansonsten bieten wir noch eine prima Umschulung zum Eintänzer in der Fischbratküche an. Voraussetzung ist der Angelschein.
Bitte sofort melden!