Erdrutschsieg der SPD
30.08.2009 | 23:42 Uhr 2009-08-30T23:42:00+0200
Bei der Kommunalwahl am Sonntag wurde OB Frank Baranowski mit 64 Prozent wiedergewählt. Die SPD errang die absolute Mehrheit, während die CDU ihr schlechtestes Nachkriegsergebnis einfuhr. Drittstärkste Fraktion blieben die Grünen. Bitter: Die Wahlbeteiligung lag bei nur 45,8 Prozent.
Oberbürgermeister Frank Baranowski (47) bleibt für sechs Jahre im Amt. Er fuhr gegen seinen Herausforderer von der CDU, Norbert Mörs (53) bei der OB-Wahl einen Kantersieg ein und kam auf 64 Prozent der Stimmen. Norbert Mörs blieb dagegen unter 20 Prozent und weit unter seinen Erwartungen. Baranowski hat zudem eine absolute Mehrheit der SPD im Rat hinter sich.
"Das sind Traumergebnisse"
Riesiger Jubel auch bei den Sozialdemokraten im Schauburg-Kino: Sie schafften mit 50,4 Prozent die absolute Mehrheit im Stadtparlament und verfügen über 34 der 66 Sitze. Die SPD legte dabei um knapp neun Prozent zu und eroberte alle 33 Direktmandate. „Das sind Traumergebnisse”, sagte der SPD-Oberbürgermeister. 1994 erreichte die SPD letztmals die absolute Mehrheit in Gelsenkirchen.
Dramatisch dagegen die Verluste der CDU. Sie verlor 13 Prozent der Stimmen und kam nur noch auf 22,5 Prozent. Das ist ihr schlechtestes Nachkriegsergebnis. 1948 landete sie ebenfalls bei 22,5 %. Gegenüber 1999 beim OB-Wahlsieg von Oliver Wittke musste sie fast eine Halbierung ihrer Stimmen hinnehmen. Entsprechend war die Grabesstimmung bei der CDU. Der Parteivorsitzende Wolfgang Meckelburg zeigte sich tief enttäuscht. Personelle Konsequenzen und Schuldzuweisungen wollte er nicht äußern.
Drittstärkste Fraktion blieben die Grünen, die gegen den Landestrend allerdings leichte Verluste hinnehmen mussten. Die Linke legte zwar um 2,5 Prozent zu und kam auf 5,5 Prozent der Stimmen, erreichte aber nicht ihr gestecktes Wahlziel. Aber sie überflügelte die AUF, die nur noch 1,7 % der Stimmen erhielt.
Großer Jubel dagegen bei der FDP. Sie legte um 1,2 Prozentpunkte zu, kam auf 4,5 % und schaffte damit den lang ersehnten Fraktionsstatus. Den hatte auch die BIG als neue Migrantenpartei angestrebt. Sie blieb bei 3,7 % und zwei Sitzen.
Aus dem Stand kam der Gelsenkirchener Ableger der rechtsextremen Partei ProNRW auf rund 4,3 Prozent der Stimmen und stellt damit drei Stadtverordnete.
Bitter: Die Wahlbeteiligung lag nur bei 45,8 Prozent.
18:38
Tja Sieger mit 64% von 45,8 % ist ja nun nicht so der tolle Wahlerfolg. Die Herren sollten sich mal Gedanken machen warum so wenige wählen gehen.