Engagement für die Kinetik

Christiane Wanken ist neue Mitarbeiterin im Kunstmuseum in Gelsenkirchen.
Christiane Wanken ist neue Mitarbeiterin im Kunstmuseum in Gelsenkirchen.
Foto: Michael Korte
Christiane Wanken ist neu wissenschaftliche Mitarbeiterin im Museum und stellvertretende Leiterin

Gelsenkirchen.. Unter 155 Bewerberinnen und Bewerbern hatte sie die Nase klar vorn: Christiane Wanken ist die neue stellvertretende Leiterin des Kunstmuseums Gelsenkirchen. Die 33-Jährige übernimmt damit die Position von Reinhard Hellrung, der kürzlich in den Ruhestand getreten ist. Wanken verstärkt nun das Team um Museumsdirektorin Leane Schäfer.

Ihr Engagement wird die neue wissenschaftliche Mitarbeiterin vor allem in den Dienst der Pflege der eigenen Sammlung stellen, die Archivierung, Restaurierung und Inventarisierung zählt zu ihren Aufgaben. Auch um alle Fragen rund um Schenkungen ans Museum wird sie sich kümmern.

Fasziniert von der Kinetik

Geboren in der Eifel, studierte Wanken zunächst Kunstgeschichte in Saarbrücken, dann in Köln. Gleich nach dem Abschluss absolvierte sie ein wissenschaftliches Volontariat am Georg-Kolbe-Museum in Berlin, wo sie sich bereits intensiv in den Bereich Inventarisierung und Konservierung eingearbeitet hatte. Am Kölner Museum Ludwig zeichnete sie anschließend verantwortlich für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit.

Die Mutter eines anderthalbjährigen Sohnes, die heute mit ihrer Familie in Essen lebt, ist vor allem fasziniert von der Kinetik, für die ihr Herz schon lange schlägt: „Ich habe auch eine Projektleitung für zeitgenössische kinetische Kunst absolviert.“

Restaurierung der Kinetik

Christiane Wanken, die zurzeit kurz vor Abgabe ihrer Doktorarbeit steht, hatte von 2010 bis 2013 an der Kölner Universität einen Lehrauftrag inne: „Hier habe ich auch ein Semester zum Thema Kinetik gegeben.“ Kein Wunder, dass sie die Gelsenkirchener Sammlung besonders schätzt: „Hier werde ich mich auch um das Thema Restaurierung der Kinetik kümmern, eine reizvolle Aufgabe.“

Das Ruhrgebiet, das sie zuvor zwar schon kannte, erkundet sie in diesen Tagen besonders intensiv: „Das genieße ich jetzt sehr.“