Einrichtungen für Flüchtlinge leeren sich

Auch die Hauptschule an der Mehringstraße, die letzte noch geöffnete Landeseinrichtung zur Erstaufnahme von Flüchtlingen in Gelsenkirchen, wird bald leer sein.
Auch die Hauptschule an der Mehringstraße, die letzte noch geöffnete Landeseinrichtung zur Erstaufnahme von Flüchtlingen in Gelsenkirchen, wird bald leer sein.
Foto: Thomas Schmidtke
Was wir bereits wissen
Den meisten Flüchtlingen in Gelsenkirchen konnten bereits Wohnungen vermittelt werden. Die übrigen wohnen noch in Gemeinschaftsunterkünften der Stadt.

Gelsenkirchen..  Über ein halbes Jahr ist es her, dass die Flüchtlinge aus der Emscher-Lippe-Halle ausgezogen sind. Auch die Turnhallen, die in der Flüchtlingskrise umfunktioniert wurden, sind leer. Die Geflüchteten, die dort untergekommen waren, wurden inzwischen auf andere Städte verteilt. In der letzten Landeseinrichtung für Flüchtlinge in Gelsenkirchen, das Erstaufnahmelager an der Mehringstraße, wohnen noch 39 Migranten. Ende Dezember wird jedoch auch diese geschlossen.

Seit der Flüchtlingskrise hat Gelsenkirchen 3848 Asylbewerber aufgenommen. Diese waren zunächst in den 30 Gemeinschaftsunterkünften der Stadt untergebracht. „An mehr als 2500 von ihnen konnten wir bereits eine Wohnung vermitteln“, sagt Oliver Schäfer, Pressesprecher der Stadt. Zu dieser Zahl kommen weitere 2817 anerkannte Asylanten, die aus anderen Regionen und Städten Deutschlands zugezogen sind.

Sollte es allerdings erneut zu einer so starken Flüchtlingswelle nach Deutschland kommen, wie vergangenen Herbst, wäre die Stadt in der Lage, die Einrichtungen wieder zu öffnen. „Mit den Unterkünften sind Pläne ausgearbeitet worden, um sie bei Bedarf schnellstmöglich zu reaktivieren“, so Schäfer.