„Eine Zumutung für unsere Vorstellungskraft und ein Geschenk“

Stadtdechant Markus Pottbäcker beschreibt seine Vorstellung vom Leben nach dem Tode so: „Es gibt für mich Momente, in denen ich vom Glück überströmt bin. Dann fühle ich mich ganz eins mit Allem und Jedem. Dann stört nichts, dann ist nichts in mir und ich mir nicht im Wege. Das sind sehr seltene, besonders kostbare Momente, die mir wie eine Ahnung dessen vorkommen, was Auferstehung bedeuten könnte. Dass dann alles gut ist, weil Gott – der oder das Gute – mich erfüllt!“

Pfarrerin Sonja Timpe-Neuhaus (Ev. Emmaus-Gemeinde) sagt: „Ich ziehe meinen Hut vor allen Menschen, die, nachdem sie den Kampf um dieses Erdenleben bis zur bitteren Neige ausgekämpft haben, im Vertrauen auf ihren Osterglauben sagen: Nun lasse ich mich fallen in Gottes Hand. Meine persönliche Hoffnung ist, dass es mir einst so widerfährt.“ Auch wenn sie selbst sich viele zweifelnde Fragen stellt, sagt sie: „Ganz tief drin in meinem Herzen regt sich immer noch der rational nicht zu erklärende Übermut, dass, wenn ich am Ende bin, mein Gott noch lange nicht am Ende sein wird und ich durch ihn in wunderbarer Weise überrascht werde.“ Weihbischof Wilhelm Zimmermann, einst Pfarrer an St. Urbanus, sagt im Neuen Ruhr-Wort: „Der Glaube an die Auferstehung ist durchaus eine Zumutung für unsere Vorstellungskraft, aber auch ein großartiges Geschenk Gottes.“