Eine zarte Versuchungauf den Tasten

Eine der bekanntesten Cembalo-Spielerinnen gastiert bei der nächsten Museumsmatinee an der Horster Straße 5-7 in Buer: Sigrun Stephan gibt in der Reihe „Das andere Konzert“ ein Solo-Programm.

Sie bringt ihr kostbares Instrument selbst mit: ein Clavichord, die Vorstufe des heutigen Klaviers. Johann Sebastian Bach, Johann Kuhnau oder Johann Kaspar Kerll beispielsweise haben auf diesem Tasteninstrument gespielt und für diesen besonderen Klang komponiert. Sigrun Stephan, die aus der Bach-Stadt Eisenach stammt, in Weimar und Essen studierte, wählt besonders gern das Clavichord für den konzertanten Einsatz: „Die zarteste Versuchung, seit es Tasten gibt“ urteilt sie.

Neben den genannten Komponisten stellt sie auch heute ziemlich unbekannte Tonsetzer wie Johann G. Müthel, Christian Erbach oder Heinrich Scheidemann vor. Sie deckt damit die Musikgeschichte über rund 300 Jahre ab. Sie selbst spielt bei dieser Matinee im Gedenken an Karl Riebe (1912 – 2002) auf einem Nachbau eines Clavichords von Johann H. Silbermann (1775).

Der Eintritt ist frei.