Eine Kampfansage der Gelsenkirchener CDU

Beim traditionellen Neujahrsempfang der CDU Gelsenkirchen am Donnerstag begrüßt der Kreisvorsitzende Oliver Wittke (MdB, li.) im Gemeindehaus St. Augustinus den ehemaligen Ministerpräsidenten von Bayern, Edmund Stoiber (CSU, re.).
Beim traditionellen Neujahrsempfang der CDU Gelsenkirchen am Donnerstag begrüßt der Kreisvorsitzende Oliver Wittke (MdB, li.) im Gemeindehaus St. Augustinus den ehemaligen Ministerpräsidenten von Bayern, Edmund Stoiber (CSU, re.).
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Prominente Namen garantieren ein volles Haus. Diesen Reflex gibt es auch in der Politik. Etwa bei der CDU Gelsenkirchen, die am Donnerstag zum Neujahrsempfang im Augustinushaus als Ehrengast Dr. Edmund Stoiber (73) empfing.

Gelsenkirchen.. Prominente Namen garantieren ein volles Haus. Diesen Reflex gibt es auch in der Politik. Etwa bei der CDU Gelsenkirchen, die am Donnerstag zum Neujahrsempfang im Augustinushaus als Ehrengast Dr. Edmund Stoiber (73) empfing.

Der CSU-Politiker, ehemals von Mai 1993 bis September 2007 Ministerpräsident des Freistaates Bayern und von 1999 bis 2007 Vorsitzender der CDU-Schwesterpartei, schlug in seiner Rede einen weiten Bogen. Dass Deutschland im Großen und Ganzen gut dastehen würde, meinte er. Dass man aber angesichts der drohenden Überalterung der Gesellschaft im eigenen Land darauf achten müsse, in punkto Innovation und Fortschritt auf der Höhe der Zeit zu bleiben. Ein anderer großer Themenblock war der Terrorismus, der „näher gekommen“ sei und „vor der Tür“ stünde, wie die schrecklichen Ereignisse von Paris verdeutlicht hätten.

Erneuerungsprozess

Die für die Gelsenkirchener Christdemokraten wichtigere Rede hielt Wolfgang Heinberg. Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Rat der Stadt warf einen kurzen Blick zurück auf die verlorene Wahl im Mai 2014 und verdeutlichte den daraus resultierenden, notwendigen Erneuerungsprozess seiner Partei. „Dieser Schlag, die verlorene Kommunalwahl, hat uns nicht aus der Bahn geworfen, sondern hat mit dafür gesorgt, dass wir als Mandatsträger und Verantwortliche der Union in Gelsenkirchen noch enger zusammengerückt sind und ein starkes und engagiertes Team bilden aus Stadtverordneten, Bezirksverordneten und Sachkundigen Bürgern.“ Ein Team, das laut Heinberg kämpfen wolle, das kämpfen könne und das dafür kämpfen werde, „dass diese Stadt eine gute Gegenwart hat und eine gute Zukunft erlebt“.

Die Themenfelder, auf denen sich die Union intensiv bewegen will, benannte Heinberg: „Arbeitsplätze zu erhalten und zu schaffen und jungen Menschen durch eine gute Ausbildung Perspektiven für ihr Leben grundsätzlich und für ein Leben in Gelsenkirchen zu geben, sind und bleiben auch in 2015 Herausforderungen für die Stadtpolitik und damit Themen der CDU.“

Präventive Standortpolitik

Dazu zählte der Fraktionsvorsitzende eine konsequente Politik „für die Leistungsträger unserer Stadt: für die alleinerziehende Fachverkäuferin, für junge Familien, für Existenzgründer, Arbeitnehmer, die viel zu vielen Arbeitslosen und für alle Unternehmer.“

Erreichen will die Union das durch eine präventive Standortpolitik. Heinberg: „Eine Stadt, die Menschen Chancen und Perspektiven für ein gutes Leben bieten will, muss in einen Wettstreit der Ideen für den Wirtschaftsstandort, für Wachstum, für gute Arbeit und Ausbildung und den Zusammenhalt aller eintreten.“