Eine Frau im Einsatz für die Katholische Jugend

Friederike Steiniger
Friederike Steiniger
Foto: Michael Korte
Was wir bereits wissen
Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend hat eine neue Seelsorgerin. Friederike Steiniger möchte Gelsenkirchener Jugendlichen zeigen, dass Kirche und Gemeinde alles andere als langweilig ist

Gelsenkirchen.. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) hat eine neue Seelsorgerin und Vorstandsmitglied. Mit Friederike Steiniger (27) übernimmt erstmalig eine Frau bei der BDKJ diese Aufgabe. „Und zum ersten Mal ist es auf ehrenamtlicher Basis. Bisher waren immer Priester fest dafür zuständig“, erklärt Steiniger.

Bei der Versammlung zur Wahl des neuen Vorstandes war Steiniger nur durch Zufall. „Als ich dann mitbekommen habe, dass die Position des Seelsorgers nicht mehr besetzt werden kann, habe ich mich sofort dazu bereit erklärt dies zu übernehmen. Ich finde unglaublich wichtig, dass es weitergeführt wird.“

Schon mit sechs Jahren Pfadfinderin

Die 27-Jährige ist schon seit ihrem sechsten Lebensjahr beim Pfadfinderstamm in Heßler, eineinhalb Jahre war sie dort Stammeskuratorin. „Durch das Amt, habe ich auch schon die entsprechende Fortbildung zur Seelsorgerin machen müssen.“

Die Aufgaben der Ehrenamtlerin liegen momentan jedoch weniger in der klassischen Seelsorge von Jugendlichen, als vielmehr in der Organisation von neuen Freizeitangeboten, der Unterstützung der Gruppenleiter und der Verbindung zwischen den Gemeinden. „Mir ist wichtig, dass der BDKJ wieder in die Köpfe der Jugendlichen kommt. Die Jugend darf nicht auf der Strecke bleiben, sie sind die Zukunft.“

An die jungen Leute heranzutreten sei allerdings immer schwieriger, vieles laufe über Freizeitangebote, um ihnen zunächst die Berührungsängste zu nehmen.

Gottesdienst nicht unbedingt langweilig

„Niemand muss zwingend mit mir über Gott diskutieren und ich würde auch nicht alles unterschreiben, was in Rom deklariert wird. Aber ich möchte vermitteln, dass Kirche und Gemeinde eine große Stütze im Leben sein kann und dass Gottesdienst vielfältig und nicht zwangsläufig langweilig ist. Die Traditionen sollten nicht verloren gehen.“

Neben ihrem Job als Mediengestalterin in einer Druckerei in Buer, hat die 27-Jährige momentan pro Woche ein bis zwei Termine für den BDKJ. „Ich möchte mein Wissen weitergeben und es macht mir Spaß, daher investiere ich auch gerne die Zeit.“ Ihre Amtszeit beläuft sich erst einmal auf zwei Jahre, im Anschluss kann sich Steiniger vorstellen, das Amt wiederholt zu übernehmen.