Eine Aufgabe für Generationen

Unsere Wälder, aber auch die städtischen Parks sind Generationenwerk. Das Bild von Gelsenkirchen (zumindest das „natürlich“ gewachsene) wurde im Grunde vor 50, 60, 100 Jahren bereitet, als hier Alleen angelegt wurden, dort Landschaftsplaner mit Weitblick Schlossanlagen gestalteten, Förster Schonungen anlegten. Pfingststurm „Ela“ hat 2014 viel davon hinweggefegt und nachhaltig zerstört. Das große Aufräumen in städtischen Anlagen hat bis in diese Woche gedauert. Ja, ein lange Zeit. Mancher hat nicht mit Kritik gespart. Und noch sind längst nicht alle Infrastrukturschäden beseitigt. Aufgerissene Gehsteige oder abgelegte Wurzelknorze zeugen davon. Aber man muss sich einfach mal diese Zahl vor Augen führen, die vielleicht noch einmal die Geduld fördert: Mindestens 4251 städtische Bäume hat „Ela“ dahin gerafft. Hier Sicherheit zu schaffen, die Grünschäden zu beseitigen, das war mit begrenztem Personal und begrenzten Finanzmitteln eine Mammutaufgabe, die im Vergleich zu dem, was noch kommt, rasant abgearbeitet wurde. Denn von nun an muss in Jahren, in Jahrzehnten gerechnet werden. 100 000 Euro in diesem Jahr, 200 000 Euro im nächsten hat die Stadt für Nachpflanzungen, 35 000 Euro flossen aus Spenden, die Gelsendienste für die Stadt und die WAZ generierten. Angesichts der Gesamtaufgabe ist das nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber eben auch ein guter Anfang. 48 Bäume werden im ersten Schritt aus dem finanziert, was Bürgersinn beitrug. Mehr darf, muss es gerne werden. Wie nachhaltig sich das auf Gelsenkirchen auswirkt, werden irgendwann hoffentlich mal unsere Nachfahren sehen.