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EM 2012

Ein Schalker kümmert sich zur EM 2012 um deutsche Fans in der Ukraine

08.06.2012 | 16:28 Uhr
Ein Schalker kümmert sich zur EM 2012 um deutsche Fans in der Ukraine
Fanbetreuer Markus Mau in Lwiw.

Gelsenkirchen.  Der Leiter des Schalker Fanprojekts, Markus Mau, ist seit Mittwoch in der Ukraine. Im Auftrag von DFB und KOS kümmert er sich dort um deutsche Fans, die zur EM anreisen. Dass es für Fans zu Problemen kommt, etwa von behördlicher Seite oder durch Hooligans, befürchtet der Diplom-Sozialpädagoge nicht.

Mittendrin im EM-Abenteuer ist Markus Mau, um sich vor Ort um Deutsche Fans zu kümmern. Der neue Leiter des Schalker Fanprojekts ist seit Mittwoch im Auftrag des DFB und der Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) in der Ukraine und als Ansprechpartner bei allen Fragen und Problemen der Schlachtenbummler im Einsatz.

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Warschau, 04.06.12: In wenigen Tagen beginnt das große Fußball-Fest in Polen und der Ukraine. Und trotz ausgebuchter Hotels und Pensionen gibt es auch für Kurzentschlossene durchaus noch Unterkünfte – allerdings nicht unbedingt welche von der Stange.

„Die Abenteuerlust, gerade was die Reise in die Ukraine angeht, ist bei den Fans spürbar“, so Markus Mau. „Es kribbelt im Umfeld.“ Die anfängliche Skepsis wegen schlechter Infrastruktur oder organisatorischer Probleme sei verflogen. Schalker Fans, die der Nationalelf die Daumen drücken, sind aber traditionell schwach vertreten, auch bei der EM. „Die so genannte Fahnen-Mafia, zum Beispiel das Dudenhofens Sohn-Plakat, wird aber zu sehen sein.“ Mau geht von etwa 30 Schalkern in der Ukraine aus. Sollte die deutsche Elf die Vorrunde überstehen, rechnet der 33-Jährige mit mehr Fans. „Zu den Spielen in Polen können viele mit dem Auto reisen.“

Anfang 2012 hat Markus Mau grünes Licht von der KOS, der Dachorganisation der sozialpädagogisch arbeitenden Fanprojekte, für seinen Einsatz als Fanbetreuer bekommen. Zur Vorbereitung hat er an zwei Workshops teilgenommen. „Auf die Besonderheiten in der Ukraine wurden wir gezielt vorbereitet.“ Dass es für Fans zu Problemen kommt, etwa von behördlicher Seite oder durch Hooligans , befürchtet der Diplom-Sozialpädagoge nicht. „Die Länder wollen sich bei so einem wichtigen Turnier von ihrer besten Seite zeigen.“

Infostand als Anlaufstelle

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Danzig/Warschau, 04.06.12: Die EM-Städte Danzig und Warschau wollen während der EURO gezielt gegen Hooligans vorgehen. Auf dem Stadiongelände wird es Polizeistationen mit Arrestzellen geben, Randalierer können ohne Gerichtsbeschluss verhaftet werden.

Die Erfahrung, die Mau bei der Betreuung von Schalke-Fans während internationaler Auswärtsspiele bereits gesammelt hat, machte sich bezahlt. „Das war sicher ein Plus als ich mich für die EM-Tätigkeit beworben habe.“ Seit 2006 ist Mau als Honorarkraft, seit 2008 vollberuflich und seit kurzem als Leiter des Schalker Fanprojekts tätig. Zur Europameisterschaft schickt die KOS, finanziert vom DFB, ein Team von 13 Mitarbeitern. „Sechs davon sind Streetworker aus den Fanprojekten.“

Sie dürfen zur EM

Wichtigster Baustein in der Fanarbeit ist ein Infostand, der als Anlaufstelle zunächst in Lwiw und Charkov dient. „Jede Nation ist mit so einer Fanbotschaft an den Spielorten vertreten.“ Es sind auch gemeinsame Aktionen geplant: „Es wird eine Wiederholung des EM-Finales von 1992 geben, mit Fan-Teams aus Deutschland und Dänemark.“ Für die Anhänger gibt es eine 24-Stunden-Hotline bei Notfällen, beispielsweise wenn der Pass verloren geht. Zudem informieren die Fanbetreuer über eine eigene Facebookseite und auf fanguide-em2012.de während des gesamten Turniers über Neuigkeiten. Wie schon zur WM 2010 können die Fans das Fanzine „Helmut“ kaufen, das von der KOS zu jedem Spiel herausgegeben wird. „Es wird sicher anstrengend“, sagt Markus Maus, der Mannschaft und Fans zu allen Spielorten nachreisen wird. „Aber ich freue mich, viel von den Ländern zu sehen und die Menschen kennenzulernen.“

Von Patrick Schleu

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