Ein Kommentar von Inge Ansahl

Der Ärger von Christa Hirt ist in jeder Beziehung nachvollziehbar. Für die Betroffene sicher wenig tröstlich, aber wahr: Ihre Geschichte ist beileibe kein Einzelfall. Aber sie hat ihren Ärger jetzt öffentlich gemacht. Weil es nicht nur um Pflanzen und Blumentöpfe geht – es geht bei diesem nächtlichen Rowdytum um Respektlosigkeit. Allerdings, diese Spezies, die gedankenlos ihren Müll wild entsorgt, Außenspiegel an Autos abreißt, Lack zerkratzt oder eben Pflanzen zerstört auf frischer Tat zu ertappen, ist schwierig. Die Erfahrung musste auch die 77-Jährige immer wieder machen. Sie konnte die Polizei erst informieren, als die Randalierer längst über alle Berge waren. Das ist auf Dauer verständlicher Weise frustrierend.

Was man dagegen tun kann, dass Rowdys sich einen Spaß daraus machen, beim Zug durch die Gemeinde Dinge zu zerstören? Wahrscheinlich hilft da nur Aufmerksamkeit. Und immer wieder der öffentliche Appell: Lasst es doch sein, Leute. Das ist nicht witzig und erst recht keine Heldentat!