Ein Ausflug in die virtuelle Welt im Sportparadies Gelsenkirchen

In einem drei mal vier Meter großen Raum können Besucher mittels einer speziellen Brille in die virtuelle Welt abtauchen und dabei Früchte zerschlagen
In einem drei mal vier Meter großen Raum können Besucher mittels einer speziellen Brille in die virtuelle Welt abtauchen und dabei Früchte zerschlagen
Foto: Rainer Raffalski
Was wir bereits wissen
Im Aka-Sportpark gibt es ab sofort die Möglichkeit, mittels der Virtual Reality mitten in einem Spiel zu sein. WAZ-Volontärin Tabea Beissert testete das Angebot.

Gelsenkirchen.. Plötzlich ist es dunkel. Sobald mir Aka-Sportpark-Mitarbeiter René Jaber die riesige Brille aufsetzt, wird der kleine Raum, in dem ich eben noch stand, zu einem anderen Ort. Bunte Früchte – Heidelbeeren, Orangen und Melonen – schwirren im nächsten Moment um mich herum. Mit zwei Schwertern, die ich in meinen Händen halte, zerschlage ich die Früchte. Sobald ich drei von ihnen nicht erwischt habe, ist das Spiel vorbei.

Ich bin im Sportpark Gelsenkirchen in Ückendorf, die Geschäftsführer Andreas Althoff, Jens Haltermann und Dirk Podubrin haben hier seit kurzer Zeit zwei Räume eingerichtet, in denen Spieler in eine virtuelle Welt abtauchen können. „Wir sind damit einer der ersten, die die Virtual Reality in Nordrhein-Westfalen anbieten“, sagt Dirk Podubrin. Weil die Ausrüstung sehr teuer sei – allein die spezielle Brille koste um die 1000 Euro und sei nur ein kleiner Teil der Ausrüstung – könnten sich potenzielle Spieler diese für zuhause kaum leisten. „Wir etablieren hier das, was wir selbst gerne spielen“, sagt Andreas Althoff, der den Sportpark 2013 mit Dirk Podubrin gründete. Auch Bubble Ball, Lasertag oder Poolball können Besucher hier spielen.

Insgesamt sechs Spiele stehen in der Virtual Reality zur Auswahl. Vier von ihnen teste ich bei meinem Besuch im Sportpark. Nach dem Zerschlagen der Früchte greife ich zum fiktiven Pinsel und Farbpalette. Mitten im Raum kann ich meiner Fantasie freien Lauf lassen und ein buntes Kunstwerk entstehen lassen. Nicht nur verschiedene Farben, sondern auch Effekte wie Sterne oder Feuer kann ich einarbeiten.

Für das nächste Spiel tausche ich Pinsel und Farbpalette gegen Pfeil und Bogen, um damit auf kleine Männchen zu zielen, die meine vermeintliche Burg erobern wollen. Wie ein richtiger Bogen liegt der Controller nun in meiner Hand. Beim Abschießen des Pfeils zischt es neben meinem Ohr, so als ob ich tatsächlich aus dem Bogen das Geschoss abgefeuert hätte. Die Männchen brauchen nicht lange, um die Burg zu stürmen: Das Zielen klappt bei mir nicht so ganz. Mich in die Spiele hineinzufinden, fällt mir generell zunächst etwas schwer. Schließlich habe ich nie Computerspiele gespielt. Trotzdem bin ich neugierig auf das Erlebnis.

Selbst entwickeltes Spiel

Besonders, weil diese Art des Spielens eine andere Dimension darstellt. Der ganze Körper kommt schließlich zum Einsatz. Etwa dann, wenn ich beim nächsten Spiel hinter Sandsäcken Schutz vor den Käfern suche, die wiederum ich versuchen muss, zu treffen. Das Spiel „Debugging“ haben die Geschäftsführer des Sportparadieses selbst entwickelt. „Es gab kein vergleichbares Spiel auf dem Markt“, so Althoff. Für Althoff und Podubrin steht fest: Die virtuelle Welt bietet die Möglichkeit, vom Alltag abzuschalten und in eine andere Welt abzutauchen. Auch wenn ich mich für Computerspiele nach wie vor nicht begeistern kann: Der Ausflug in die virtuelle Welt hat Spaß gemacht.

Preise und Zeiten im Sportpark

Wer die Virtual Reality im Sportpark testen möchte, zahlt für eine Stunde 39,90 Euro, für eine halbe Stunde 22,90 Euro.


Die Preise gelten pro Kabine, mehrere Personen können sich also abwechseln.


Öffnungszeiten des Sportparks, Almastraße 39: unter der Woche von 15 bis 22 Uhr, am Wochenende und in den Schulferien von 10 bis 22 Uhr.