Differenzen im Verein Künstlersiedlung Halfmannshof in Gelsenkirchen
09.05.2011 | 18:30 Uhr 2011-05-09T18:30:00+0200
Gelsenkirchen-Ückendorf. Vier von zehn permanenten Mitgliedern des Vereins Künstlersiedlung Halfmannshof haben ihren Austritt erklärt. Grund sind Differenzen über ein Ausstellungsprojekt und die Weigerung der Vereinsmehrheit, dazu knapp 4000 Euro selbst beizusteuern.
Zehn permanente Mitglieder hat der Verein Künstlersiedlung Halfmannshof. Vier von ihnen haben nun mit sofortiger Wirkung ihren Austritt erklärt – unter ihnen Vorstand Katja Langer.
Die Trennung ausgelöst haben Differenzen über das Ausstellungsprojekt „Zwischen Diktatur und Demokratie – Die Geschichte der Gelsenkirchener Künstlersiedlung Halfmannshof 1931-1956“, das für Oktober 2011 zum 80. der Siedlung geplant war. Eine von der Stadt mit 30 000 Euro finanzierte historische Vorstudie („Geht Kunst nach Brot“) liegt vor, für die wissenschaftlich fundierte kunsthistorische Aufarbeitung waren Fördergelder und Mittel eingeworben.
Die Verwirklichung scheitert nun offenbar an der Weigerung der Vereinsmehrheit, Eigenmittel in Höhe von knapp 4000 Euro beizusteuern. Dadurch, so Langer, habe der Verein „für uns persönlich jegliche Glaubwürdigkeit verloren. Wir sehen uns deshalb nicht mehr als Mitglieder dieses Vereins, der sich nicht in der Lage sieht, sich mit der Vergangenheit kritisch auseinander zu setzen.“
Die Entscheidung, so Langer, bewirke zudem „Glaubwürdigkeitsverlust bei allen kommunalen, landesweiten und privaten Förderern“.
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