Diese Orgel schafft für die Stadt Identität
11.07.2008 | 19:57 Uhr 2008-07-11T19:57:30+0200W. Rinke nimmt Stellung zur Walcker-Orgel
Wolfgang Rinke, promovierter Kunsthistoriker und Wissenschaftler aus Gelsenkirchen, der seit längerem jedoch in Dortmund tätig war/ist, lobt in einer Stellungnahme das Verhalten der Stadt in Sachen HSH-Walcker-Orgel (die WAZ berichtete vor einer Woche über die jüngste Entwicklung).
Rinke kommentiert das Scheitern der Verkaufsverhandlungen wie folgt: "Als gebürtiger Gelsenkirchener, aber seit 30 Jahren in Dortmund wohnend und mit der Kirche St. Reinoldi und den renommierten Orgelkonzerten engstens vertraut, gratuliere ich dem Rat und der Stadt Gelsenkirchen zur Entscheidung, die historische Walcker-Orgel nicht nach Dortmund zu veräußern. Sie war (und wird es hoffentlich demnächst wieder sein!) ein Stück Identität für das Gelsenkirchener Musikleben. Mit seinem Entschluss werden der Rat und die Stadt Gelsenkirchen auch vor künftigen Generationen bestehen können."
Rinke ist überzeugt, dass "gerade in den Zeiten finanzieller Engpässe ein kultureller Ausverkauf unter allen Umständen verhindert werden muss". Das in den prosperierenden Jahrzehnten von Stadt und Bürgern Aufgebaute müsse deshalb unbedingt erhalten werden. Dazu gehörten aus seiner Sicht in Gelsenkirchen "die Orgel aus dem Hans-Sachs-Haus, das Musiktheater im Revier und die Städtische Kunstsammlung in Buer" (an der er früher in der "Ära Lange" einmal gearbeitet hat - die WAZ). HJL
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