Die Zukunft öffentlicher Gebäude

Im Jahr 2009 hatte die CDU-Altstadt eine Anschlussnutzung der alten Polizeiwache Süd an der Overweg-straße eingefordert. Bereits seit mehreren Jahren ist die Immobilie im städtischen Besitz, ohne dass eine weitere Nutzung erkennbar wird, so der CDU-Altstadt-Vorsitzende Oehlert. Geschehen sei bislang nichts. Der bisherige Umgang mit der Immobilien verheiße nichts Gutes. Eine ähnlich ungewisse Zukunft sieht der Kommunalpolitiker für die Folgenutzung des Finanzamtes Gelsenkirchen-Süd und dem Amtsgericht. Oehlert: „Schlüssige Nutzungskonzepte sind daher dringend notwendig.“ Grundsätzlich sei die Sinnhaftigkeit einer Verlagerung öffentlicher Verwaltungen in Randbereiche einer Stadt zu bezweifeln. Die Innenstadt werde damit nicht gestärkt. Die jetzigen Standorte für das Amtsgericht und das Finanzamt hätten bei ihrem Bau zwar am Rande der Innenstadt gelegen, aber die Stadt sei schnell gewachsen. „Heute sind die Voraussetzung andere. Der vorgesehene Standort des Justizzentrums in einem Außenbezirk macht städtebaulich wenig Sinn und reduziert die Funktionalität der Innenstadt.“ Da helfe ein Einzelhandelskonzept nur bedingt, wenn die Arbeitsplätze aus dem Innenstadtbereich verlegt würden.