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Ökoprofit

Die Umwelt schonen und sparen

26.01.2012 | 14:33 Uhr
Die Umwelt schonen und sparen
Die Firma Fleischhauer hat auf dem Dach eine Photovoltaikanlage errichtet. Im Bild: der technische Leiter Thomas Halbach (li.) und Geschäftsführer Philipp Halbach.Foto: Thomas Schild

Herne/Gelsenkirchen.  Vier Herner Unternehmen haben 2011 am Projekt „Ökoprofit“ teilgenommen. Nach Abschluss des Projekts zogen alle vier Betriebe eine positive Bilanz.

„Ökologie und Ökonomie schließen sich nicht aus.“ Das betonte Bürgermeisterin Birgit Klemczak bei der Abschlussveranstaltung von „Ökoprofit “ im Wissenschaftspark Gelsenkirchen. 14 Betriebe aus Herne , Gelsenkirchen, Bottrop und Gladbeck haben sich umfangreichen Tests unterzogen, drei ließen sich rezertifizieren. Aus Herne erhielten die Fleischhauer Datenträger GmbH, die Ev. Krankenhausgemeinschaft Herne/Castrop Rauxel, Entsorgung Herne und die Firma Deutsche Benkert eine Urkunde.

„Ökoprofit ist ein super Projekt, es passt in die Zeit und bietet uns als Familienunternehmen die Chance, nachhaltig etwas für die Umwelt zu tun“, erklärt Thomas Halbach von der Fleischhauer Datenträger GmbH. Der Betrieb stellt Tickets, Karten und so genannte RFID-Systeme zur Zutrittskontrolle her.

Dampfrückgewinnungsanlage für die Wäscherei

„Unser Standort befindet sich direkt neben einem Kohlekraftwerk, da sehen wir, was alles in die Luft gepustet wird“, beschreibt Halbach die Motivation. Also investierte die Firma rund 315.000 Euro in eine Photovoltaikanlage. Diese hilft jährlich 110 t C02 einzusparen und spart zudem rund 26.000 Euro Energiekosten pro Jahr. Die Optimierung der Klimaanlage brachte zudem die Einsparung von 10.000 Kilowattstunden (kWh) Strom und 6,3 t C02. Außerdem wurden 26.000 Euro in eine neue Beleuchtungsanlage investiert. Zählt man alle Maßnahmen zusammen, summiert sich die jährliche Einsparung auf 41.350 Euro und 124 t C02.

Auch die Ev. Krankenhausgemeinschaft Herne/Castrop-Rauxel hat sich beteiligt und kommt auf eine Ersparnis von 227.600 kWh, 4580 Kubikmeter Wasser, 49 t C02. In Euro ausgedrückt steht unterm Strich eine jährliche Ersparnis von 32.360 Euro. Dazu wurde für 28.000 Euro eine Dampfrückgewinnungsanlage für die Wäscherei angeschafft, der Einbau einer automatischen Schwimmbeckenabdeckung schlug mit 12.000 Euro zu Buche und spart rund 10.600 kWh und rund 1200 Euro pro Jahr. Zudem soll die Energiekontrolle in den Abteilungen verbessert werden.

Auszeichnungen

Dank Luftdruckkontrollen an den Fahrzeugen und einer Schulung zum kraftstoffsparenden Fahren spart die Entsorgung Herne rund 20 t C02 und umgerechnet 5300 Euro.

Projekt soll fortgesetzt werden

Das Familienunternehmen Deutsche Benkert hat im Rahmen von Ökoprofit 30.000 Euro in ein neues Beleuchtungssystem investiert und seine Leuchtstoffröhren ausgestauscht. „Die größten Überraschungen fanden sich allerdings eher im Kleinen, wenn man sich zum Beispiel anschaut, wie viel Papier man verbraucht“, so Michael Bick, der das Projekt für den Betrieb betreut hat. Die Deutsche Benkert GmbH veredelt Papiere, unter anderem für die Zigarettenindustrie, und beschäftigt in Herne 380 Mitarbeiter. „Wir investieren regelmäßig in den Standort. Umweltaspekte werden auch bei den kommenden Maßnahmen eine wichtige Rolle spielen“, erklärt Bick.

Auch wenn die Urkundenübergabe den Abschluss des Ökoprofit-Jahres bedeutet, so beeilten sich Politiker und Wirtschaftsförderer doch zu sagen, dass das Projekt in den vier Ruhrgebietsstädten fortgesetzt werden soll.

Fabienne Piepiora

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